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DTM-Dilemma: Audi denkt schon an Berufung

30. Juli 2009 - 15:35 Uhr

Am morgigen Freitag wird in Oschersleben noch einmal das Zandvoort-Rennen durchleuchtet - Audi hat zur Sicherheit zwei Juristen dabei

Mattias Ekström
Am morgigen Freitag wird das Rennen von Zandvoort nochmals aufgerollt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/SID) - Am morgigen Freitag wird in Oschersleben das DTM-Skandalrennen vor zwei Wochen im niederländischen Zandvoort noch einmal aufgearbeitet. In der Schlussphase des Rennens an der Nordseeküste war der zweimalige DTM-Champion Mattias Ekström auffallend leicht an seinen Audi-Markenkollegen Oliver Jarvis und Alexandre Prémat vorbeigefahren und hatte hinter dem Sieger Gary Paffett den zweiten Rang belegt. Der DMSB und die Sportkommissare sind der Meinung, dass Audi gegen den Artikel S20.2 des sportlichen Reglements der DTM verstoßen hat. Darin heißt es: Teamorder, die das Rennergebnis verfälscht, ist verboten.

Ab 11:30 Uhr werden der Vorsitzende der DTM-Sportkommissare, Dr. Gerd Ennser und seine Kollegen den betroffenen Fahrern Ekström, Jarvis und Premat sowie den Teamchefs Hans-Jürgen Abt und Ernst Moser in Einzelgesprächen noch einmal die Gelegenheit geben, die Vorwürfe einer Teamorder zu entkräften oder die in Zandvoort gemachten Aussagen noch einmal zu überdenken.

Offensichtlich stimmten nämlich bei der ersten Befragung der Audi-Piloten in Zandvoort die Äußerungen nicht mit der umfangreichen Analyse der Daten überein, die der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) inzwischen vorgenommen hat. Mit einem Urteil wird laut DMSB-Pressesprecher Michael Kramp am Freitag nicht vor 16:00 Uhr gerechnet.

Wie der 'SID' aus Audi-Kreisen erfahren hat, will man bei einer Rückversetzung oder gar Disqualifikation der betroffenen Piloten in Berufung gehen und hat zwei Juristen nach Oschersleben beordert. Eine Berufung wird auch noch im Fall Timo Scheider in Erwägung gezogen.

Der Titelverteidiger, der in Zandvoort im Abt-Audi A4 zunächst auf Platz acht gefahren war und damit noch einen Punkt gerettet hatte, war zu spät (24 Minuten) zum obligatorischen Wiegen erschienen. Obwohl Scheiders Auto dem Reglement entsprochen hat (Gewicht von Fahrzeug und Fahrer lagen oberhalb des Minimums) wurde der Audi-Werksfahrer disqualifiziert. Nach Meinung von Scheider und seinem Team eine viel zu harte Strafe.

Sollten die Ingolstädter tatsächlich in Berufung gehen, hätte die Tabelle nach dem fünften Saisonlauf, der am Sonntag in der Motorsport Arena Oschersleben über die Bühne geht, nur inoffiziellen Stand.

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