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Schumacher im Interview: "Fühle mich in der DTM pudelwohl"

11. Februar 2009 - 12:10 Uhr

Mercedes-Pilot Ralf Schumacher im Interview über seine Vertragsverlängerung, das Fahren in der DTM und Angebote aus der Formel 1

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher zählt auch 2009 zu den "Sternfahrern" in der DTM - im Neuwagen
© DTM

(Motorsport-Total.com/sid) - Ralf Schumacher wird auch 2009 in der DTM an den Start gehen und dem Publikum somit für mindestens ein weiteres Jahr erhalten bleiben. Der ehemalige Formel-1-Fahrer konnte sogar eines der begehrten Neuwagen-Cockpits bei Mercedes ergattern und möchte in der anstehenden Saison durchaus um vordere Positionen mitkämpfen. Damit bleibt man bei Mercedes dem ursprünglichen Vorhaben treu, Schumacher nach einem Lehrjahr in den Neuwagen zu befördern. Schumacher freut's.

Frage: "Ralf, du setzt deine Karriere fort und fährst auch in diesem Jahr für Mercedes in der DTM. Warum?"
Ralf Schumacher: "Ausschlaggebend war, dass ich mich in der DTM pudelwohl fühle - in der Serie genauso wie auch bei Mercedes-Benz. Das war eine Super-Saison, und ich hatte viel Spaß."

Rücktritt war kein Thema

Frage: "Wann ist die Entscheidung gefallen?"
Schumacher: "Als von Mercedes das Angebot kam, in dieser Saison eine aktuelle C-Klasse Baujahr 2009 zu fahren. Da konnte ich nicht nein sagen. Jetzt habe ich zumindest theoretisch die Chance, um Podestplätze, vielleicht sogar Siege zu fahren. Wie das in der Praxis aussieht, müssen wir erst mal abwarten."

"Beide Seiten wollten weitermachen."
Ralf Schumacher

Frage: "Gab es irgendwann die Überlegung, den Helm an den Nagel zu hängen?"
Schumacher: "Nein, absolut nicht. Das war nie ein Thema. Dafür liebe ich das Rennfahren zu sehr. Außerdem wollten beide Seiten weitermachen. Es gab noch einige Dinge zu klären, deshalb hat es etwas länger gedauert. Aber intern war klar, dass es weitergeht."

Frage: "Hättest du deine Karriere auch in einem 'Gebrauchtwagen' fortgesetzt?"
Schumacher: "Ganz ehrlich: Ich habe keine Bedingungen gestellt. Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug und für mich stand fest: Wenn es weitergeht, dann in einem Auto, in dem es möglich ist, um vordere Plätze zu kämpfen."

Schumacher an der 'Basis des Motorsports'

Frage: "In einem aktuellen Rennauto wird aber auch wesentlich mehr von dir erwartet..."
Schumacher: "Den größten Druck macht man sich immer selbst, weil man allen beweisen will, dass man in so einem Auto schnell fahren kann. Zunächst sind die eigenen Teamkollegen meine Messlatte. Auf einem vergleichbaren Niveau zu fahren, das ist erst einmal mein Ziel."

Frage: "Welche Laufzeit hat dein neuer Vertrag?"
Schumacher: "Grundsätzlich möchte ich mich nicht zu Vertragsinhalten äußern, nur soviel: Wir denken längerfristig. Allerdings immer nur solange wie es Sinn macht. Wenn ich nicht schnell genug bin, würde ich von mir aus schon sagen: Okay das war's. Ich glaube, so fair muss man sein."

"In der DTM ist alles viel entspannter."
Ralf Schumacher

Frage: "Was ist der größte Unterschied zwischen der Formel 1 und der DTM, abgesehen von den Autos?"
Schumacher: "In der DTM kommt man wieder zurück zur Basis des Motorsports. Das merkt man schon, wenn man das Fahrerlager betritt. In der DTM ist alles viel entspannter. Man hat hautnahen Kontakt zu den Fans - und das ist in der Formel 1 nicht möglich. Die DTM bietet ein Umfeld, in dem es mir wieder mehr Spaß macht, Rennen zu fahren."

Frage: "Hast du insgeheim darauf gehofft, dass doch noch mal ein Angebot aus der
Formel 1 kommt?"
Schumacher: "Da bin ich zu sehr Realist. Da die drei Jahre bei Toyota für mich alles andere als erfolgreich waren und die Zeit nicht still steht, ist nicht mehr davon auszugehen, dass Angebote kommen, die für mich Sinn machen. Es gab Offerten, aber von Teams, bei denen man erst gar nicht überlegt, ob man das machen möchte."

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