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Bilanz: Ein Jahr Dach über dem Kopf

08. November 2008 - 13:51 Uhr

Mit Oliver Jarvis und Maro Engel haben 2008 zwei bisherige Formel-3-Piloten ihr Debüt in der DTM gegeben - für beide eine lehrreiche Premierensaison

Oliver Jarvis vor Mike Rockenfeller
Oliver Jarvis holte in seiner ersten DTM-Saison immerhin fünf Punkte
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die bisherigen "Cabrio-Fahrer" hatten plötzlich ein Dach über dem Kopf: In der Saison 2008 haben zwei bisherige Formel-3-Piloten ihr Premierenjahr in der DTM erlebt - Oliver Jarvis bei Audi und Maro Engel bei Mercedes. Sie kannten sich schon vorher aus der Britischen Formel 3, wo beide 2006 fuhren. Engel blieb in der Serie und wurde dort 2007 Vizemeister. Jarvis ging in die Japanische Formel 3 und gewann den prestigeträchtigen Macau-Grand-Prix. 2008 haben sie sich in der DTM wieder getroffen. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' haben beide über ihr Premierenjahr Bilanz gezogen.

"Ich habe viel gelernt", sagte Jarvis, der schon in den ersten Rennen mit guten Ergebnissen überraschte. Sein größter Erfolg war Rang fünf am Lausitzring. Insgesamt sammelte der Brite fünf Punkte. "Ich habe viel darüber gelernt, wie ein Rennwochenende funktioniert und abläuft. Auch darüber, wie man in der DTM-Rennen fährt."

Dass ihm im Rennen die Erfahrung fehlte, zeigte sich beim Saisonauftakt in Hockenheim, wo er zwar Startplatz acht holte, dann aber von den routinierten Kollegen nach hinten durchgereicht wurde. "Der DTM-Wagen ist im Rennen ganz anders als ein Formel 3", so Jarvis. "Im Qualifying ist es nicht so schlimm, deshalb lief es im Qualifying immer recht gut." Alles in allem zieht er eine positive Bilanz: "Ich habe mich über die Saison verbessert und bin jetzt in einer starken Position. Wir hatten einige gute Resultate - sie hätten besser sein können - aber ich bin glücklich mit dem Saisonverlauf."

Mercedes-Pilot Engel hat ebenfalls viel gelernt - nicht nur auf der Strecke: "Ich bin mit Sicherheit deutlich reifer geworden, durch das gesamte Umfeld in der DTM", erklärte er. "Ich komme jetzt auch viel besser damit klar. Es ist am Anfang schon ungewohnt, dass an einem Rennwochenende so viel um einen herum passiert. In der Formel 3, speziell in England, war man da schon noch auf sich gestellt. Es waren dort auch nicht so viele Zuschauer, nicht so viele Anfragen und nicht so viele Dinge, die einen ablenken können."

Und sportlich gesehen verzeichnete Engel im Saisonverlauf einen deutlichen Aufwärtstrend: "Speziell in den letzten Rennen konnte ich Gary Paffett vom Speed her unter Druck setzen. Ich kann mich auf jeden Fall gut mit ihm messen, ich habe ihn in Le Mans geschlagen. Und in Zeit ausgedrückt bin ich am Schluss eine halbe Sekunde schneller gefahren als beim ersten Rennen. Das ist auf jeden Fall auch ein großer Teil der Entwicklung." Und so lag es teilweise auch einfach am Pech, dass er noch keine Punkte holen konnte.

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