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Di Resta: "Das ist unglaublich!"

05. Oktober 2008 - 16:55 Uhr

Paul di Resta kann es kaum glauben, dass er in Le Mans trotz einer falschen Reifenwahl zum Start und trotz vierer Boxenstopps Zweiter wurde

Paul di Resta
Paul di Resta fuhr ein starkes Rennen und wurde mit Platz zwei belohnt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am Start des Rennens sah es für Paul di Resta in Le Mans nicht wirklich gut aus, denn Mercedes hatte sich dazu entschieden, auf Regenreifen zu setzen. Titelgegner Mattias Ekström hingegen war auf Slicks ins Rennen gegangen, was sich als richtig herausstellte, schließlich trocknete die Strecke sukzessive ab.

"Das war eine klare Fehlentscheidung", meinte der Brite nach dem Rennen auf der Pressekonferenz. "Aber danach haben sie eine Strategie gewählt, die perfekt war. Unter dem Strich muss man sagen, dass so etwas immer passieren kann. Ich glaube, ich war viermal an den Boxen und wurde noch Zweiter. Dessen muss man sich auch bewusst sein. Es ist unglaublich, dass ich nach vier Boxenstopps Zweiter geworden bin."

"Das ist ein Erfolg, nun gibt es einen spannenden Kampf um die Meisterschaft."
Paul di Resta

Selbst für den Mann von der Insel waren die Wetterbedingungen "unglaublich": "Ich habe noch nie in einem Rennen so viel Regen und so viel trockene Bedingungen abwechselnd gesehen. Ich habe Timo Punkte weggenommen und habe nun noch Titelchancen, wenn ich nach Hockenheim komme. Das ist ein Erfolg, nun gibt es einen spannenden Kampf um die Meisterschaft."

In der Anfangsphase des Rennens stand dem Mercedes-Piloten das Reglement im Weg, als er einsehen musste, dass ein Wechsel auf Reifen für trockene Bedingungen nicht zu vermeiden ist: "Aufgrund der neuen Regeln für den Boxenstopp kann man nicht viel machen. Wir mussten einen Stopp einlegen, bevor wir den Pflicht-Boxenstopp durchführen konnten. Dadurch haben wir natürlich Zeit auf der Strecke verloren."

"Das war bestimmt ziemlich unterhaltsam, das Rennen werde ich mir bald nochmal anschauen."
Paul di Resta

"Danach musste ich einfach kämpfen und schauen, dass ich nach vorne komme. Natürlich dachte ich daran, dass das Rennen vielleicht nicht lang genug dauert, aber ich habe einfach weiterhin Druck gemacht. Als wir auf Slicks unterwegs waren, waren wir glaube ich ziemlich schnell. Zum Glück hat es funktioniert. Das war bestimmt ziemlich unterhaltsam, das Rennen werde ich mir bald nochmal anschauen."

Der Rennfahrer aus Uphall beschäftigte sich während des Rennens zudem mit einem harten Duell gegen Alexandre Prémat: "Das war von ihm nicht hundertprozentig fair. Er hatte sicherlich eine andere Taktik, aber eigentlich dürfte er das so nicht machen. Wir haben uns ziemlich oft berührt. Das hätte das eine oder andere Mal in Tränen enden können. Aber ich bin froh, Zweiter zu sein, darüber denke ich morgen nach. Heute war es die Aufgabe gewesen, mehr Punkte als Timo zu holen, und das haben wir geschafft."

Seine Chancen auf den Sieg in Hockenheim schätzt di Resta als ganz gut ein: "Unser Ziel für hier war es gewesen, den Kampf um den Titel mit nach Hockenheim zu nehmen, und das haben wir geschafft. Sowohl Timo als auch ich sind sehr erfahrene Piloten, wir sind fair. Ich hoffe aus diesem Grund, dass der beste Mann gewinnen wird. Ich werde mit meinem Team hart zusammenarbeiten, hoffentlich können wir vor Hockenheim einen Schritt nach vorn machen."

Angesichts von nur noch zwei Punkten Rückstand auf Scheider wird das Duell "eine enge Angelegenheit": "Wenn ich gewinne, dann habe ich die Meisterschaft gewonnen. Also heißt es, maximale Attacke, ich gebe mein Bestes!"

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