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Schumachers Aufgabe: Nur keinen Fehler machen

03. Mai 2008 - 19:00 Uhr

Ralf Schumacher schaffte es in Q2 und wurde 13. - Einfach sei die Qualifikation aber nicht gewesen, analysierte der Mücke-Pilot danach

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher kam in Mugello in Q2 und holte Startplatz 13
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Teilerfolg für die Mücke-Piloten: Ralf Schumacher und Maro Engel schafften es beide in die zweite Qualifikation und waren damit die besten Mercedes-Jahreswagen-Piloten. Im zweiten Segment hielten sich die beiden dann allerdings zurück. Erst ganz am Schluss gingen sie dann doch noch auf die Strecke, konnten sich aber nicht mehr nach vorn verbessern und belegten die Plätze 13 (Schumacher) und 14 (Engel).

Beobachter rechneten sogar damit, dass das Mücke-Duo in Q2 gar nicht mehr fahren würden, um Reifen zu sparen. "Die Überlegung war kurz da, aber man weiß ja nie was passiert. Eventuell hat einer ein Problem oder so was", sagte Schumacher. "Uns war klar, dass wir unter normalen Umständen nur untereinander um den Platz kämpfen und sonst nur schauen, den Abstand möglichst gering zu halten. Aber es war heute auch sehr schwer. Die Strecke war etwas schwierig, weil sie heiß wurde und es war eine Aufgabe, keinen Fehler zu machen.".

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Auf die richtige Taktik gesetzt

Dass die unerfahrenen Mücke-Rookies ihre Kollegen in den Persson-Jahreswagen heute geschlagen haben, möchte Schumacher nicht überbewerten: "Gary Paffett war gestern sehr stark und ich glaube, dass er vielleicht heute die Runde einfach nicht optimal hinbekommen hat", sagte er. "Durch die Temperaturen war es aber sehr schwer. Wir haben uns gestern auf das Rennen konzentriert und haben heute Morgen mit den Arbeiten für die Qualifikation angefangen. Und weil wir eben noch ein junges Team sind, haben wir uns auch die Daten des vergangenen Jahres zu Hilfe genommen und uns mehr auf das Fahren konzentriert. Vielleicht sind wir damit heute einfach mal richtig gelegen. Aber so groß war der Abstand jetzt zu Paffett nicht, der war ja sehr knapp. Sie haben es gerade eben so verpasst. Es ist jedoch schön für uns, schön für Mücke und bestätigt, dass wir zumindest hier einen ordentlichen Job gemacht haben. Aber das kann sich ja beim nächsten Rennen schon wieder ändern."

"Die Strecke hier ist halt extrem reifenmordend."
Ralf Schumacher

Dass seine Rundenzeit langsamer war als die, die er im Winter in Mugello gefahren ist, kann Schumacher einfach erklären: "Allgemein war ja der Test wesentlich schneller. Die Strecke hier ist halt extrem reifenmordend. Und wenn die Streckentemperatur dann steigt - heute war sie glaube ich bei genau 30 Grad - dann machen die Reifen bei dieser Tonne Gewicht schon einiges mit. Im Winter war es kühler, die Luft war leicht feucht, dazu gab es mehr Abtrieb als jetzt - die Thermik spielt nämlich auch eine Rolle - und das war noch ein Faktor, warum es heute langsamer ging."

Ausblick auf das Rennen

Für das morgige Rennen gibt Schumacher noch keine konkrete Prognose ab. "Im Longrun am Freitag waren wir eigentlich recht gut, allerdings im Vergleich zu Gary recht langsam", berichtete er. "Deshalb haben wir auch heute noch ein paar Sachen geändert. Heute Morgen konnte ich einen kurzen Sechs-Runden-Longrun fahren, der war ganz okay, aber das ist natürlich schwer einzuschätzen. Ich wüsste jedoch keinen Grund, warum der schlecht sein sollte."

Als eine der Baustellen, an denen er noch arbeiten müsse, hatte Schumacher die Starts genannt. Viel Zeit zum Üben gab es seit Oschersleben nicht: "Wir haben gestern einen gemacht, heute gar keinen. Morgen im Warm Up werden wir noch einen oder zwei machen und schauen, ob es ein bisschen besser läuft. In Oschersleben war der Start an sich okay, aber der Kontakt in der zweiten Kurve mit Mathias war nicht ganz optimal. Er hat mich berührt und ich habe drei Plätze verloren."

"Hier ist mehr Platz, deshalb denke ich, dass es hier glatt geht."
Ralf Schumacher

Schumacher rechnet damit, dass sich das Feld in Mugello "unkomplizierter" durch die erste Kurve quetschen wird als in Oschersleben, "das Problem ist nur, dass wir in die erste Kurve schneller hineinfahren werden als in den ersten beiden Rennen. Aber in Hockenheim ist das ja auch ein neuralgischer Punkt mit der 180-Grad-Kehre. Hier ist mehr Platz, deshalb denke ich, dass es hier glatt geht."

Geht der Start glatt, könnte es auch mit dem Überholen klappen. Voraussetzung sei jedoch, dass man selbst "ein gut eingestelltes Auto hat, dass man mit den Reifen einigermaßen auskommt und dann wirklich eine Konstante hat. Denn ich denke, dass einige Autos morgen Probleme bekommen werden. Und da ist die Chance auf Fehler groß." Allerdings rechnet Schumacher damit, "dass wir mit den Gebrauchtwagen noch mehr Probleme haben werden".

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