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Mücke: "Mit Ralf kann man Pferde stehlen"

10. Mai 2008 - 12:37 Uhr

Peter Mücke ist positiv überrascht von seinem neuen Piloten Ralf Schumacher und ist sich nach den ersten Rennen sicher: "Mit ihm muss man rechnen"

Ralf Schumacher und Peter Mücke
Peter Mücke mit seinem prominenten Neuzugang Ralf Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Peter Mücke lebt den Rennsport. Der Teamchef aus Berlin hat inzwischen 75 Mitarbeiter in seinem Rennstall, damit ist Mücke das größte Privatteam in Deutschland. Vertreten ist der Berliner mit seinem Team nicht nur in der DTM, sondern auch in der Formel-3-Euroserie, dem ADAC-Formel-Masters und der Formel BMW Europa. Dabei ist Mücke aber ein bodenständiger Mensch geblieben, der in seinem großen Team eine große Herausforderung sieht, die er mit Begeisterung annimmt.

In diesem Jahr ist eine neue Herausforderung dazugekommen: Das Team bekam mit Ralf Schumacher prominenten Zuwachs aus der Formel 1 - so etwas gab es bei Mücke bisher noch nicht. "Also, ich dachte erst: Oh Gott, was kommt denn da auf uns zu?", gab der Teamchef im Interview mit der offiziellen Internetseite des EuroSpeedway Lausitz zu. "Aber ich muss sagen, dass alles Quatsch ist, was ich vorher über Ralf gelesen habe. Das ist ein angenehmer Fahrer, einer der Besten, mit dem ich je gearbeitet habe. Wenn mal was nicht so gelaufen ist, wie es sollte, da wird der nicht cholerisch, sondern sagt: Jungs, ich mache auch mal Fehler."

Schumacher, der Racer

Er sei von Anfang an ehrlich zu Schumacher gewesen und ihm ganz klar gesagt, was ihn erwartet, wenn er sich für die DTM und das Vorjahresauto entscheide, so Mücke: "Er hat sich bewusst entschieden, diesen harten Weg zu gehen, und davor ziehe ich den Hut. Der will Motorsport machen, Motorsport pur. Er ist ein Racer, der das mag, was er macht - und das spricht für ihn."

Und Schumacher fühlt sich in der Mücke-Truppe offenbar mehr als wohl: "Wir haben den Eindruck, dass er das Gefühl genießt, dass in unserem kleinen Team alle hinter ihm stehen, bis hin zum Koch", so der Teamchef.

Der Medienhype, der um seinen prominenten Piloten herrscht, sei kein Problem, berichtete Mücke weiter. Denn der finde draußen statt, an der Arbeit in der Box habe sich nichts geändert. Und: "In manchem bewundere ich den Ralf. Wenn der nur mal kurz auf die Toilette muss, dann schafft er es fast nicht mehr zurück in die Box vor lauter Fans. Trotzdem bleibt er dabei immer freundlich. Mit dem kann man Pferde stehlen."

Mücke auch von der sportlichen Leistung überzeugt

Doch in der DTM zählt auf die Dauer nur eines: sportlicher Erfolg. Das dritte Rennen in Mugello war für Schumacher nach kurzer Zeit beendet, doch ansonsten konnte er den Teamchef von seinen Leistungen überzeugen. "Ralf ist zweimal angekommen, in Oschersleben war er als Zehnter der beste Mercedes-Benz-Fahrer in einem Vorjahresauto und hat die ersten Punkte nur knapp verpasst. Damit bin ich mehr als zufrieden", bilanziert Mücke.

"Glauben Sie mir: Ralf ist einer, mit dem man in der DTM rechnen muss", fuhr er fort. "Seine Entscheidung, in der DTM-Lernphase mit dem Jahreswagen zu fahren und den Ball flach zu halten, war richtig. Durch das Vorjahresauto ist der Druck raus, den Mika Häkkinen hatte. So kann sich Ralf in Ruhe auf die Lernphase konzentrieren."

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