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RENNBERICHTE
 
Mathias Lauda hatte trotz Problemen Spaß
 
von Stefanie Szlapka 04. Mai 2008 - 21:17 Uhr
 
Mathias Lauda hatte heute seine wahre Freude daran, aktuelle Audi-Piloten in den Wahnsinn zu treiben
 
Mathias Lauda vor Timo Scheider, Mike Rockenfeller, Christjian Albers
Bremsklotz oder tolle Leistung? - das war die Frage bei Lauda.
Zoom © xpb.cc
(Motorsport-Total.com) - Mathias Lauda sorgte heute für zweierlei Stimmungen in der DTM. Für die einen ist er ein tolles Rennen gefahren und für die anderen war er ein fahrender Bremsklotz - je nachdem, welchem Herstellerlager man sich gerade zugehörig fühlte.

Schon im Qualifying hatte der Österreicher mit starkem Untersteuern zu kämpfen, das er ohnehin überhaupt nicht mag. Dass er im Rennen dann mit zu starkem Übersteuern unterwegs war, half ihm auch nicht weiter. Zumal sein Rennen viel versprechend begann: "Ich hatte nicht einen so guten Start, aber eine sehr gute erste Runde. Ich war da sehr aggressiv, konnte ein paar Leute überholen und bin von 17 auf 13 gefahren", erzählte Lauda. Doch dann hat sich Ralf in Kurve zehn verbremst und ist ihm in die rechte Seite gefahren, die dadurch ziemlich stark beschädigt wurde. Die Folge war Übersteuern.



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Doch Lauda ist kein Kind von Traurigkeit und hatte den Rest des Rennens über trotzdem seinen Spaß. "Es kamen ein paar Autos von hinten und die kamen nicht so einfach an mir vorbei", meinte er mit leichter Schadenfreude. "Ich musste mit dem Auto wirklich kämpfen, um auf der Strecke zu bleiben." Zuerst musste Timo Scheider feststellen, wie breit sich ein 2007er Mercedes machen kann. Doch ein paar Runden später nutzte Scheider die schlechte Balance des Mercedes aus, um ihn in der ersten Kurve zu kassieren.

 
"Ich mache das nicht für Mercedes, sondern für mich."
Mathias Lauda
Der Spaß ging am Ende weiter, als Martin Tomczyk von hinten kam. "Hinter mir war Martin Tomczyk und er war sehr schnell, nur er kam nicht vorbei. Wenn man schon hinten rumfährt, ist es wenigstens ein Highlight, einen neuen Audi hinter sich zu halten", erzählte der Persson-Pilot und konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Natürlich muss man dazu sagen, dass er damit Mercedes gekonnt in die Hände gespielt hat - besonders mit der Blockierung von Timo Scheider. "Ich mache das nicht für Mercedes, sondern für mich", wurde er wieder ernster. "Wir fahren hier alle Rennen, wir machen das nicht zum Spaß und es ist unser Beruf. Am Ende geht es auch um die Ehre."

Doch auch Martin Tomczyk hatte seine Freude an dem Spiel: "Das war mir so egal, ob ich jetzt 17 oder 16 bin. Er ist um sein Leben gefahren und ich hatte meinen Spaß. Wenn es gegangen wäre, wäre ich vorbei gekommen."

 
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