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Reglement: Boxenstopps im zweiten Renndrittel

06. April 2008 - 13:24 Uhr

Eine Woche vor dem Saisonstart nimmt auch das DTM-Reglement konkrete Formen an: Boxenstopps sind künftig nur noch im zweiten Renndrittel erlaubt

Audi Boxenstopp
Die Boxenstopps müssen künftig im zweiten Renndrittel absolviert werden
© Audi

(Motorsport-Total.com) - Schon seit Wochen kursieren Eckdaten und Gerüchte über das neue DTM-Reglement, jetzt - eine Woche vor dem Saisonstart in Hockenheim - ist es auch offiziell. Dass Boxenstoppfenster kommen würden, war schon länger klar. Aber: Es gab viel Hin und Her in der Frage, in welchen Runden diese Fenster gelten sollten.

Zwischenzeitlich war davon die Rede, die Boxengasse jeweils nur für vier Runden zu öffnen. Das Persson-Team mit seinen drei Autos wäre da ganz schön in Bedrängnis geraten. Und auch für alle anderen waren vier Runden zu wenig. Lange wurde hin und her gefeilscht und nun haben sich alle Beteiligten auf einen Kompromiss geeinigt. Statt zweier kleiner gibt es nun ein großes Fenster.

"Die Boxenstopps sind künftig auf das zweite Drittel festgelegt", berichtete ITR-Chef Hans-Werner Aufrecht bei der Präsentation in Düsseldorf. Das bedeutet im Klartext: Alle Piloten dürfen ihren ersten Boxenstopp frühestens nach dem ersten Renndrittel machen, ihren zweiten Stopp müssen sie absolviert haben, bevor das letzte Renndrittel beginnt.

Bleibt die Boxengasse offen?

Eine Frage, die die Beteiligten bei der Festlegung des Boxenstoppfensters ebenfalls bewegt hat, war: Was tun, wenn es während des Fensters zu einer Safetycarphase kommt? Wie 'Motorsport-Total.com' erfahren hat, soll die Boxengasse künftig auch im Fall einer Safetycarphase geöffnet bleiben, so dass Stopps möglich sind. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht.

Eine Neuerung wird es auch am Lausitzring geben, wo es in der vergangenen Saison zu einem wahren Chaosrennen gekommen ist. "Wir werden den Lausitzring umbauen und zwar dahingehend, dass wir eine normale Boxeneinfahrt bekommen", so Aufrecht. "Es wird dann nicht mehr möglich sein, dass die Fahrzeuge durch die Boxengasse schneller sind als über die Strecke."

Verboten ist in der kommenden Saison auch die Stallregie. Das bedeutet: Teams dürfen zumindest nicht mehr offensichtlich ihre Fahrer die Plätze tauschen lassen. "Ich freue mich, weil wir über den Winter vieles geändert haben, viel gemacht haben und viel gearbeitet haben", erklärte Aufrecht. "Ich denke, dass wir viele gute Weichen gestellt haben."

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