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Paffett: Nix war es mit sicheren Punkten

20. April 2008 - 23:26 Uhr

Gary Paffett war in Oschersleben auf Punktekurs, bis es in der Boxengasse krachte - Entsprechend angesäuert war der Brite nach seinem elften Platz

Gary Paffett
Gary Paffett ärgerte sich über seine Strafe, die ihn mögliche Punkte kostete
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Gary Paffett hätte Oschersleben eigentlich recht zufrieden verlassen können - wenn es da nicht zu einer unheilvollen Begegnung mit Audi-Pilot Alexandre Prémat in der Boxengasse gekommen wäre. Bei seinem ersten Stopp schnitt er beim Wegfahren Prémat den Weg ab, der Franzose touchierte den Stern-Mercedes von Paffett leicht am Heck. Die Rennleitung entschied: Durchfahrtsstrafe für den Briten. Damit war Paffetts bis dahin eigentlich gutes Rennen kaputt. Am Ende sprang gerade einmal Rang elf heraus.

Nachdem er mit dem Jahreswagen in Hockenheim schon zwei Punkte geholt hatte, sah es auch diesmal gut aus für den Briten - obwohl er nur Startplatz zwölf erreicht hatte. "Ich hatte einen guten Start und habe mich auf den siebten Platz verbessert. Damit wäre ich wieder in den Punkten gewesen", analysierte er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Das Auto war wirklich schnell. Ich war direkt hinter Rockenfeller und war schneller als er."


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Ärger über die Durchfahrtsstrafe

Doch dann kam der verflixte erste Boxenstopp. "Ich bin direkt vor Alexandre Prémat rein gekommen", so Paffett. "Ich kann die Boxenstraße nicht sehen und bin los gefahren und Prémat war knapp hinter mir. Wir haben uns berührt und dafür wurde ich bestraft." Eine Strafe, die den Briten richtig ärgert. "Es war nicht mein persönlicher Fehler. Entweder war es der Fehler vom Team oder von Prémat. Er war hinter mir und er konnte mich sehen. Wir hätten es beide vermeiden können. Aber ich habe eine Durchfahrtsstrafe bekommen und er nicht. Er hätte den Unfall vermeiden können."

"Wir hätten es beide vermeiden können. Aber ich habe eine Durchfahrtsstrafe bekommen und er nicht."
Gary Paffett

Doch so war es Paffett, der das Feld von hinten aufrollen musste. Dazu nutzte er unter anderem den Re-Start nach der Safetycar-Phase: "Ich war hinter Mathias Lauda und habe ihn eingangs der ersten Kurve überholt. Dann war ich hinter Bernd Schneider." Und den schnappte er sich in der letzten Runde noch - weitgehend unbemerkt im allgemeinen Scheider-Sieges-Trubel. "Ralf Schumacher hat ihn ein bisschen auf die Wiese gedrückt, dadurch hat Bernd etwas an Speed verloren", schilderte Paffett das Manöver. "Er hat in Kurve acht einen Fehler gemacht und ich konnte noch durchschlüpfen. Das war okay, aber es ging um nichts." Das stimmt wohl - wir sprechen hier über ein Duell um Rang elf, das Paffett für sich entschieden hat.

Neuer Versuch in Mugello

Für das nächste Rennen in Mugello wagt Paffett noch keine Prognose: "Ich mag die Strecke, aber ich bin mir nicht sicher, ob wir da schnell sein werden. Da müssen wir noch abwarten", sagte er. "Wir müssen wieder versuchen, Punkte zu holen. Es wäre heute ganz klar drin gewesen, wenn ich die Strafe nicht bekommen hätte. Also einen neuen Versuch."

Eines ist auch Paffett klar: Nicht nur bei den Neuwagen liegt Mercedes hinter Audi, sondern auch bei den Jahreswagen. "Wenn man sich den Speed der Autos in der vergangenen Saison und in dieser Saison anschaut, dann sieht man, dass wir im Vergleich zu anderen da ein Problem haben", räumte er ein. "Wir müssen dort hinfahren, unser Bestes geben und abwarten, wie unsere Performance aussieht. Bisher war ich klar der Schnellste 07er Mercedes. Das war mein Hauptziel. Wir müssen versuchen, Punkte zu holen. Das hätte uns heute schon gelingen müssen."