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Im Detail: Das neue Reglement

06. April 2008 - 14:18 Uhr

Keine Stallorder, ein großes Boxenstoppfenster, Boxenstoppstrafe, kein Warm Up - was ist neu in der Saison 2008?

EuroSpeedway Lausitz
In der neuen Saison gibt es in der DTM einige Regeländerungen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Rechtzeitig vor dem Auftaktlauf der DTM am 13. April in Hockenheim hat der DMSB das finale DTM-Reglement für die Saison 2008 veröffentlicht. Nach eingehenden Beratungen der Tourenwagen-Experten des deutschen Motorsport- Dachverbandes mit Verantwortlichen des DTM-Rechteinhabers und -Vermarkters ITR e. V. sowie den beteiligten Automobilherstellern Audi und Mercedes-Benz wurden gegenüber 2007 eine Reihe von Präzisierungen im Reglement vorgenommen. Die wichtigsten Neuregelungen betreffen die folgenden fünf Punkte:

Keine Stallregie

Um auch weiterhin ein hohes Maß an sportlicher Fairness bei den Rennen der DTM zu garantieren, wird ab 2008 jede Form von "Stallregie" verboten, um eine Verzerrung des Wettbewerbs zu verhindern. Das Reglement 2008 führt explizit aus: "Stallregie (Teamorder), die das Rennergebnis verfälscht, ist verboten."

Fenster für Pflichtboxenstopps definiert

Die DTM-Rennen werden ab 2008 durch die Einführung eines deutlicher als bislang definierten Fensters übersichtlicher. Die einzelnen Läufe über je etwa 160 km bzw. 60 Minuten werden dazu in drei Renndrittel eingeteilt. Die beiden Pflichtboxenstopps mit Reifenwechsel und Möglichkeit zum Nachtanken müssen im mittleren Renndrittel absolviert werden.

In diesem Zusammenhang wurden auch die bis 2006 geltenden Bestimmungen zum Safetycar-Einsatz wieder eingeführt, damit die Pflichtboxenstopps auch während einer Safetycar-Phase durchgeführt werden können. So wird gewährleistet, dass auch ein Einsatz des Safetycars zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht alle Fahrzeuge die obligatorischen Boxenstopps durchgeführt haben, nicht zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führt.

Fahrzeuggewichte neu eingeteilt

Die Mindestgewichte für die eingesetzten Fahrzeuge inklusive Fahrer werden für 2008 wie folgt festgelegt:

-Fahrzeuge mit einer Aerodynamik-Variante 2008: 1.050 kg
-Fahrzeuge mit einer Aerodynamik-Variante 2007: 1.040 kg
-Fahrzeuge mit einer Aerodynamik-Variante 2006: 1.030 kg

Das Basisgewicht der Fahrzeuge der Aerodynamik-Variante 2006 kann nach Ablauf der ersten beiden Veranstaltungswochenenden noch angepasst werden.

Boxenstoppstrafe eingeführt

Als zusätzliche Sportstrafe wird ab 2008 die "Boxenstoppstrafe" eingeführt. Sie ergänzt die bereits bislang praktizierten Strafen im Renngeschehen wie etwa Zeitstrafe und Drive-Through-Strafe, um weniger schwer wiegende Verstöße angemessener ahnden zu können. Piloten, die ihre beiden Pflichtboxenstopps noch nicht absolviert haben, werden bei dieser Strafform am Beginn der Boxengasse für die Dauer der verhängten Strafzeit festgehalten, dürfen danach aber (im Gegensatz zur Drive-Through-Strafe) ihre Box zum Reifenwechsel anfahren. Im Vergleich zu einem konventionellen Boxenstopp verlängert sich der Aufenthalt damit lediglich um die Strafzeit; im Vergleich zu Drive-Through und Zeitstrafe kostet dieser maßvolle Eingriff in das Renngeschhen demnach nicht zusätzlich die Zeit für die Anfahrt zur Box.

Warm-up verlegt

2008 findet das Warm-up nicht mehr am Sonntagmorgen statt, sondern kurz vor Rennbeginn. Ab 13:05 Uhr haben die Piloten und Teams zehn Minuten Zeit, die letzten Einstellungen am Fahrzeug zu kontrollieren und noch einmal die Boxenstopps zu trainieren.

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