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Spengler: "Ich habe mehr zu gewinnen, als zu verlieren"
Bruno Spengler startet am Sonntag von Platz sechs ins Rennen - um die Meisterschaft zu gewinnen, muss er im Rennen alles geben
(Motorsport-Total.com) - In der Meisterschaft befindet sich Bruno Spengler im Audi-Sandwich zwischen Tabellenführer Mattias Ekström und dem Meisterschaftsdritten Martin Tomczyk. Für das Rennen hat der Franko-Kanadier mit Platz sechs allerdings die schlechteste Ausgangsposition der drei Titelkandidaten. Deshalb lautet seine Devise: "Ich habe mehr zu gewinnen, als zu verlieren. Es gilt volle Attacke."
Dabei muss Spengler jedoch vorsichtig sein. Denn fährt er zu harte Manöver, könnte er eine Strafe von der Rennleitung riskieren und der Titel ist dahin. Geht er jedoch zu vorsichtig vor, wird er es sicher nicht schaffen, einige Plätze gutzumachen. Es gilt, die richtige Balance zu finden. "Ich bin dieses Jahr immer fair gefahren", sagte Spengler darauf angesprochen gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich werde morgen nichts Unfaires starten. Das Rennen wird nicht in den ersten zwei Kurven entschieden."

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Schützenhilfe der Mercedes-Armada?
Möglicherweise könnte die Mercedes-Armada hinter Spengler Schützenhilfe bieten. Bernd Schneider, Daniel la Rosa, Gary Paffett und Alexandros Margaritis starten direkt hinter Spengler. Von Teamorder will Spengler jedoch nichts wissen. "Wir haben nicht über das Thema Teamorder gesprochen. Ich denke, es gibt keine Teamorder. Wir fahren wie immer fair und wollen nach vorne kommen", sagte er.
In Barcelona gewann in Jamie Green Spenglers Teamkollege, er selbst belegte den zweiten Platz. Je nachdem könnten Spengler genau diese zwei Punkte im Titelkampf am Sonntag zum Verhängnis werden. Bleibt Mercedes der bisherigen Linie treu, wird es auch morgen keine Stallorder geben. Doch ärgert es einen Piloten nicht, dadurch eventuell den Titel zu verpassen? Spengler meint: "Ich wäre nicht sauer, wenn es keine Teamorder gibt. Auch ohne Teamorder wird mein Team versuchen, mich durch die Boxenstopp-Strategie nach vorne zu bringen. Ich bin mir sicher, dass sie mich unterstützen. Auch sie wollen die Meisterschaft holen."
Titelgewinn mit oder ohne Stallorder gleich viel wert
Audi bekannte sich im Verlauf der Saison zur Stallorder und zelebrierte diese Regelung in Zandvoort. Für Spengler macht ein Titelgewinn mit oder ohne diese Taktik keinen Unterschied. "Ein Titel ist ein Titel, egal wie", sagt er. "Ich wäre sehr stolz, den Titel ohne Teamorder zu holen. Aber ein Titel ist ein Titel. Wenn Audi den Titel gewinnt, mit oder ohne Teamorder, ist das auch ein Titel. Ich versuche mich auf meinen Job zu konzentrieren und ich bin sicher, dass auch das Team einen guten Job macht."
Auch wenn der Mercedes-Pilot keinen speziellen Grund für sein schlechtes Abschneiden im Qualifying ausmachen konnte, ist er für das Rennen am Sonntag zuversichtlich. "Der Platz sieht schlecht aus, aber die Performance war in Ordnung", sagt er. "Morgen ist Sonntag und 37 Runden sind sehr lange. Ich gebe alles. Man kann hier gut überholen. Es wäre supergeil, wenn ich die Meisterschaft gewinne. Aber es wird sehr schwierig. Ich denke wir drei haben die gleichen Chancen. Es wird ein toller Fight."











