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Rauschendes Fest auf dem Boxendach
Mit einer großen Gala feierte die DTM das Saisonfinale in Hockenheim: Nach einer spektakulären Meisterehrung ging es auf die Tanzfläche
(Motorsport-Total.com) - Zehn Rennen lang ist der DTM-Tross durch Deutschland und Europa gereist, jetzt ist die Saison vorbei und die Winterpause beginnt. Traditionell feierte die DTM den Saisonabschluss wieder mit einer feierlichen Gala - und es wurde erneut ein rauschendes Fest, das die Hartgesottensten erst am frühen Morgen verließen. Die Location: Das Boxendach in Hockenheim, umdekoriert zu Ballsaal und Disko.
In einem rund zehnminütigen Film blickte man noch einmal zurück auf die schönsten Szenen der Saison, gefolgt von Musikeinlagen und Hauptgericht, bevor es weiterging mit dem Highlight des Abends - der Meisterehrung. Als Erster wurde Paul di Resta von den Moderatoren Claus Lufen und Christina Surer auf die Bühne gebeten. Der junge Schotte wurde als Bester Jahreswagen-Pilot ausgezeichnet.
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Danach bekamen die Teams ihre Pokale von DTM-Boss Hans Werner Aufrecht und ADAC-Sportpräsident Hermann Tomzcyk. Für das Meisterteam Audi Sport Abt Sportsline nahm der technische Leiter Albert Deuring den Kristallpokal entgegen - bedanken konnte er sich aber nur noch krächzend: Seine Stimme hatte unter den Meisterfeiern des Nachmittags bereits zu sehr gelitten. Die Plätze zwei drei gingen an die HWA-Teams Original-Teile/DC-Bank und Salzgitter/AMG.
Nach dem Teams folgten die Piloten - die Top 3 der Meisterschaft. Martin Tomczyk, der seine Titelhoffnungen in der ersten Runde in Hockenheim begraben musste und Dritter wurde, gab sich für 2008 kampfbereit: "Keine Angst - ich komme nächstes Jahr wieder", sagte er zum Thema Titelkampf. Und Vater Hermann drückte den Junior und sagte: "Ich bin auch stolz auf das, was er in dieser Saison erreicht hat."
Vizemeister Bruno Spengler hatte seine Enttäuschung vom Rennen auch überwunden und zeigte sich am Abend wieder gut gelaunt. "Nach etwa 30 Minuten ist bei mir die Enttäuschung immer vorbei", sagte der Mercedes-Pilot. "Naja, okay, heute waren es 35 Minuten."
Spektakuläre Show für Meister Ekström
Meister Mattias Ekström selbst wurde mit einer spektakulären Show geehrt. Der Ballsaal verdunkelte sich und eine Pop-Violinistin stimmte auf den Auftritt des Meisters ein. Dann richteten sich die Spots auf das eine Ende des Ballsaals, wo hinter weißen Vorhängen Lichter zu blinken begannen und Nebel aufstieg. Als die Vorhänge sich hoben, kam Ekström durch ein Spalier von Feuerwerkskörpern in den Saal und schritt langsam in Richtung Saal-Mitte, wo auf der Bühne sein Meisterpokal richtiggehend auf ihn zu warten schien. Als Ekström den Pokal in die Arme nahm, regnete es noch Unmengen von Gold-Flitter von oben.
"Ich wünsche jedem Piloten, dass er so etwas einmal erlebt - das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Ekström zu seinem Titel, den er nach einer so knappen Saison holen konnte. Und er erzählte auch von seinem Freund und Rivalen Martin Tomczyk: "Als ich 2001 zu Abt kam, sagte man mir, ich hätte einen jungen Teamkollegen mit einem wichtigen Vater. Aber heute ist egal, was der Papa macht, Martin hat sich selbst einen Namen gemacht und ich freue mich auf den Fight im nächsten Jahr!"
Nach den Ehrungen zog die Gala um in die Disko - und da hatten die Fahrer noch ein spezielles Abschiedsgeschenk der DTM an Christian Abt: Einen Motorroller - ideal für die Straßen auf Mallorca, wo der Allgäuer eine zweite Heimat gefunden hat. Als der Roller wieder in Sicherheit gebracht war, startete das Treiben auf der Tanzfläche - und es wurde eine lange Nacht.











