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Nach Barcelona: DMSB will härter durchgreifen

01. Oktober 2007 - 17:34 Uhr

Die Reaktion auf das Skandalrennen von Barcelona: Der DMSB will künftig jeden "äußeren Eingriff" in den Wettbewerb unter Strafe stellen

DTM Barcelona 2007
Nach dem Rennen in Barcelona will der DMSB künftig härter durchgreifen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Skandalrennen in Barcelona hat nicht nur in der Öffentlichkeit für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Die Kollisionen der Mercedes-Piloten mit den Audi-Fahrern und auch die Audi-"Rückrufaktion" neun Runden vor Schluss haben nun auch den Deutschen Motorsport-Bund DMSB auf den Plan gerufen. Das DMSB-Präsidium hat sich in seiner letzten Sitzung eingehend mit den Vorfällen von Barcelona befasst.

Künftig will das Präsidium härter durchgreifen und wettbewerbsverzerrende Aktionen nicht mehr zu lassen. Die Fachabteilungen des DMSB wurden damit beauftragt, "Bestimmungen zu erarbeiten, die künftig jeden äußeren Eingriff in den sportlichen Wettbewerb unter Strafe stellen."

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Noch nicht ganz klar ist allerdings, was alles ein "äußerer Eingriff" sein kann. Nur Aktionen wie das Zurückziehen der Autos aus dem laufenden Rennen oder vielleicht auch die so umstrittene Stallorder, die in der DTM bisher ja nicht verboten ist? Auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' hieß es seitens des DMSB dazu, dass es nun Aufgabe der Fachabteilungen sei, genau zu definieren, was künftig strafbar ist und was nicht. Damit dürfte der DMSB beim DTM-Veranstalter ITR offene Türen einlaufen, der schon seit langem einen klar formulierten Strafenkatalog fordert.

Gewichtsverteilung auf Basis der 46. Runde

Auch in Sachen Gewichtsverteilung für das Finale in Hockenheim am 14. Oktober reagierte der DMSB auf das verzerrte Rennergebnis von Barcelona. Die Fahrzeuggewichte richten sich nicht nach dem Stand nach 58 Runden, sondern nach der Reihenfolge am Ende der 46. Runde, als die Audis noch im Rennen waren. Und damit ergibt sich - zumindest bei den Jahreswagen - eine andere Gewichtsverteilung als mit dem Schlussresultat. In diesem Jahrgang hatte die "Rückrufaktion" von Audi Auswirkungen.

Denn am Ende der 46. Runde lag Audi-Pilot Mike Rockenfeller als bester Jahreswagen-Pilot noch vor Alexandros Margaritis im 2006er-Mercedes. Da Audi danach die Autos zurückzog, waren vom Endergebnis her in allen Jahrgangsklassen die Mercedes vorn und damit hätten die Stuttgarter auch in allen Klassen Erfolgsgewicht zuladen müssen, während Audi in allen Jahrgängen Ballast hätte abladen dürfen. Durch die Entscheidung des DMSB bekommen nun aber die 2006er Audis das höhere Zusatzgewicht und die Mercedes-Jahreswagen dürfen in Hockenheim leichter an den Start gehen.