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Haug moniert Kristensen-Lücke

02. September 2007 - 22:19 Uhr

Dass Tom Kristensen in der Safetycarphase so viel Abstand nach vorn ließ, stieß Norbert Haug bitter auf, schließlich hing Bruno Spengler dahinter

Hans-Jürgen Mattheis, Norbert Haug
Ganz einverstanden war man bei Mercedes nicht mit dem, was man sah
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Die Zuschauer haben ein schönes Rennen gesehen, ein spannendes Rennen gesehen und vor allem auch ein sehr faires Rennen gesehen", so bilanzierte Audi Sportchef Wolfgang Ullrich am Nürburgring. Gesamtleader Mattias Ekström sprach sogar der Konkurrenz ein "Kompliment aus für ein faires Rennen." Auch sonst war im Lager der Ingolstädter das Wort "fair" heute eine stark genutzte Vokabel.

So ganz zustimmen konnte dem Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nicht. Denn da war ja noch die Sache mit Tom Kristensen. Der Audi-Pilot war als Dritter hinter seinen Teamkollegen Martin Tomczyk und Timo Scheider gestartet und hatte deren Konkurrent Bruno Spengler direkt hinter sich. Die Lücke, die Kristensen gleich nach dem Start während der Safetycarphase zwischen sich und seinen Vorderleuten ließ, erschien manchem zu groß. Auch der Rennleitung, die "das Verhalten von Kristensen während der Safetycarphase" zumindest untersuchte. Versuchte Kristensen zu deutlich, seinen Kollegen einen Vorsprung zu verschaffen?

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Zu groß war die Lücke unter anderem für Haug, der nach dem Rennen in Zandvoort heftigst mit dem seiner Meinung nach "unfairen Verhalten" von Audi ins Gericht gegangen war. "Ich hätte mir nicht gewünscht, dass man am Anfang bei der Safetycarphase so ein großes Loch macht, denn rechts ist das Gaspedal und immer zwei Wagenlängen hinter dem Vordermann ist eigentlich die Regel", so der Schwabe. "Ob das letztlich am Ergebnis was ausgemacht hat, weiß ich nicht. Aber ich denke, so gehört es sich. Wir hatten hier auch nach Meisterschaftsstand noch Plätze zu vergeben, das wäre glaube ich auch nicht richtig gewesen."

Laut Audi steht im Regelbuch etwas anderes: Demnach muss der Abstand fünf Wagenlängen betragen. Was die Ingolstädter wiederum ihrerseits natürlich umgehend der Öffentlichkeit mitteilten. Auch wenn Haug betonte "Ich will die Zandvoort-Kiste nicht aufrollen, aber ich weiß, dass dort ein paar Punkte liegen" - so ganz eitel Sonnenschein scheint noch nicht zu herrschen.

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