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Haug: "Gleichstand wäre ein ganz großer Knaller"

02. September 2007 - 22:42 Uhr

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug war am Nürburgring nicht restlos zufrieden, gibt sich aber als "großer Optimist" für den Endspurt

Norbert Haug
Norbert Haug hat die Hoffnungen für den Endspurt noch lange nicht aufgegeben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - "Die gute Nachricht für uns ist, dass wir den Ballast abgeworfen und den Vorsprung etwas verkürzt haben", so begann Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sein Resümee des Rennens unter der Nürburg. Die Leistung der Stuttgarter könne sich sehen lassen, fuhr er fort: "Wir sind mit allen unseren Autos unter 1'25 gefahren - mit dem Zusatzgewicht, das knapp zwei Zehntel ausmacht. Und das ist in der DTM eine Welt, weil alles so dicht ist. Und deshalb bin ich da nicht unzufrieden."

Am zufriedensten kann er natürlich mit dem zweiten Platz von Bruno Spengler sein, der seine Chancen in der Meisterschaft wahren konnte - ebenso wie auch noch Bernd Schneider und Pail di Resta. "Alles in allem hatten wir ehrlich gesagt auf den zweiten Platz für Bruno gehofft, das haben wir geschafft. Und wenn wir den Abstand jetzt noch ein bisschen mehr verkürzt hätten, wäre es eigentlich ideal gewesen", so Haug.

Unglücklicher Überholversuch von Green

Vielleicht wäre das mit dem noch kleineren Abstand ja möglich gewesen, hätte nicht Mercedes-Pilot Jamie Green wenige Runden vor Schluss versucht, den Drittplatzierten Timo Scheider zu überholen. Dieses Duell kostete Zeit und Gesamtleader Esktröm nutzte die Gunst der Stunde und ging seinerseits an Green vorbei auf Platz vier. Damit war nur noch Kollege Timo Scheider zwischen Ekström und dem Podest und der war ja bekanntlich kein großes Hindernis.

"Zwei Punkte hin oder her macht für mich den Kohl auch nicht fett."
Nobert Haug

"Sicherlich würde Jamie die Attacke auf Platz drei wohl nicht mehr machen, wenn er noch einmal in die Situation kommt, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Mattias Ekström Fünfter bleibt", sagte Haug dazu. "Zwei Punkte hin oder her macht für mich den Kohl auch nicht fett, aber wir haben zehn Punkte jetzt und ich weiß, wo die liegen während des Jahres." Unter anderen in Hockenheim und Znadvoort, fügte er hinzu.

Audi "im Endspurt ganz klar Favorit"

"Wir können ganz befreit und locker vom Hocker aufgeigen und das werden wir auch tun."
Nobert Haug

"Wir sind jetzt sicherlich nicht in der besten Position für die letzten beiden Rennen, Audi ist stärker positioniert und jetzt im Endspurt auch Favorit, ganz klar", sagte er zu den noch zwei ausstehenden Rennen. "Aber ich glaube, wir können ganz befreit und locker vom Hocker aufgeigen und das werden wir auch tun. Wir haben schon viele Titel gewonnen und wenn es nach vier Jahren 2:2 stehen sollte, dann hat der Fan seine Freude und solange das alles ordentlich und fair zugeht ist das überhaupt kein Problem."

"Was nicht heißt, dass wir jetzt aufstecken würden, ganz im Gegenteil - jetzt geht es erst richtig los", betonte Haug. "Der beste Fall wäre natürlich, das wäre ein ganz großer Knaller, wenn wir mit Gleichstand nach Hockenheim kommen. Da muss man mit Sicherheit ein großer Optimist sein, bin ich aber und deshalb ist auch das nicht unmöglich. Ich sage aber bei Gott nicht, dass es so kommt, aber wenn Endspiel in Hockenheim wäre, wäre das für die Veranstaltung wirklich toll. Und wenn der Abstand mit zehn Punkten so bleibt, dann ist das Endspiel in Barcelona, aber wir schauen, dass das Endspiel nach Hockenheim verlegt wird. Das wollen wir auf jeden Fall, das sind wir den Fans schuldig und da arbeiten wir daran."

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