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Regentanz auf dem Dünenkurs?

29. Juli 2007 - 10:33 Uhr

Die Meteorologen rechnen für das Rennen mit Schauern, das könnte das Rennen noch turbulenter machen - manche Piloten finden das gut, andere gar nicht

Mattias Ekström
Im Rennen könnten Schauer für weitere Turbulenz sorgen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bisher waren stürmischer Wind und viel Sand auf der Strecke das Problem in Zandvoort. Doch im heutigen Rennen könnte noch ein weiterer Faktor dazukommen: Regen. Schon in der Nacht hat es über dem Ferienort an der Nordsee kräftig geregnet, im Warm Up am Morgen dann sorgte beständiger Nieselregen für feuchte Bedingungen. Und wie geht es weiter? Die Wetterexperten von Dunlop rechnen mit einer vorübergehenden Auflockerung und trockenen Bedingungen zum Rennstart. Über der Nordsee sollen sich aber neue Wolken zusammenbrauen, die im Rennverlauf mit einer Chance von 50:50 für Schauer sorgen könnten.

Im Fahrerlager wurde der Wetterbericht mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Zum Teil setzt man nun auf Kompromiss-Abstimmungen, bei denen das Auto je nachdem mit wenigen Handgriffen auf das jeweilige Wetter eingestellt werden kann, zum Beispiel bei Gesamtleader Mattias Ekström. Bei Audi hoffen jedoch die meisten Piloten auf trockenes Wetter und einen normalen Rennverlauf. Schließlich stehen die Ingolstädter auf den ersten fünf Startplätzen und möchten dort auch bleiben.

Prémat mag den Regen

Audi-Pilot Alexandre Prémat jedoch, der von Startplatz vier ins Rennen geht, könnte dem einen oder anderen Schauer durchaus etwas abgewinnen. "Ich bin in der DTM im Regen zwar bisher nur drei oder vier Runden am Norisring gefahren, aber ich mag Regen", sagte der Franzose gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich habe einige Formel-3- und GP2-Rennen im Regen gewonnen. Ich mag den Regen und hier auf dieser Strecke sollte es unglaublich werden, wenn es regnet."

"Das Wetter sollte gut gemischt und abwechslungsreich sein."
Mika Häkkinen

Im Lager der Mercedes-Piloten konnte man gestern Abend wahrscheinlich sogar den einen oder anderen Piloten beim Regentanz beobachten. Mika Häkkinen zum Beispiel, der nur auf Startplatz 13 steht: "Ich hoffe, dass es regnet und dann wieder trocknet", sagte er uns. "Das Wetter sollte gut gemischt und abwechslungsreich sein. Dazu sollten noch ein paar Safetycar-Phasen kommen, einfach alles! Ich brauche nämlich jede Hilfe, die ich kriegen kann, um meine Position zu verbessern."

Aerodynamik im Regen nicht so entscheidend

Auch Daniel la Rosa (16.) und Mathias Lauda (17.) hoffen auf Regen, weil sie darin ihre große Chance sehen, weiter nach vorn zu kommen. Wobei la Rosa weiß, dass Regen auf dem sandigen Kurs für ganz neue Herausforderungen sorgt: "Auf jeden Fall, wir hatten letztes Jahr ein freies Training im Regen und das ist extrem rutschig", sagte er uns. "Aber es passiert eben am meisten im Regen. Und wenn vor mir ein paar ausfallen, dann komme ich auf jeden Fall auch noch nach vorn, ich muss natürlich auch ankommen. Aber in Zandvoort ist es generell schwer zu überholen mit dem DTM-Auto weil die Aerodynamik eine große Rolle spielt. Im Regen macht das nicht so viel aus. Da macht einer einen kleinen Fehler, kommt nicht gut raus aus der Kurve und da kann man auch mal angreifen."

"Es kann gut sein, muss es aber nicht."
Bernd Schneider

Routinier Bernd Schneider (14.) ist sich nicht sicher, ob ihm Regen helfen kann: "Dann wird halt das Feld mehr durcheinander gewürfelt, durch Glück kann man vielleicht Positionen gut machen", erklärte er. "Ich glaube aber nicht, dass es unbedingt uns zugute kommt, das kann auch den anderen zugute kommen. Von daher kann es gut sein, muss es aber nicht."

Sein HWA-Teamkollege Bruno Spengler, der als bester Mercedes-Pilot vorn auf Startplatz sechs steht, hätte es lieber trocken: "Wenn es regnen sollte, dann wird das eine wirklich sehr schwierige Strecke", sagte uns der Kanadier. "Das haben wir im vergangenen Jahr im Warm Up gesehen. Das ist eine sehr tückische Strecke, vor allem, weil es nicht viele Auslaufzonen gibt, deshalb muss man sehr vorsichtig sein. Der Sand und der Gummi kommen dazu, wenn es regnet, hast du fast keinen Grip. Also wird es sehr hart."

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