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DTM-Reglement 2017

Stand September 2017

Sportliches Reglement

Wertungen
In der DTM gibt es drei Jahreswertungen. Der Titel "DTM-Champion" wird an den Fahrer vergeben, der die höchste Punktzahl erreicht hat. Der Titel "DTM-Team-Champion" wird an das Team vergeben, dessen zwei Fahrer in der Addition die meisten Punkte haben. Für den Titel "DTM-Marken-Champion" zählen jeweils die sechs besten Fahrer einer Marke, die sich unter den besten Zehn eines Rennens platziert haben.

Qualifying
Vor beiden Rennen gibt es ein jeweils 20-minütiges Zeittraining. Der Fahrer kann selbst entscheiden, wann er wie viele Runden absolviert und wie viele der vorhandenen Reifensätze er benutzt. Die Pole-Position erhält der Pilot mit der schnellsten Rundenzeit. Mit Beginn der DTM Saison 2017 werden auch im Qualifying Meisterschaftspunkte für die Fahrer-, Team- und Markenwertung vergeben. Für die Plätze eins bis drei werden Punkte nach folgendem Schema vergeben: 3-2-1.

Start
Beide Rennen werden stehend gestartet. Die Startaufstellung erfolgt in versetzten Startreihen und ergibt sich aus dem Ergebnis des jeweiligen Zeittrainings. Vor dem Start wird eine Einführungsrunde absolviert, bei der die Rennwagen in der Reihenfolge der Startaufstellung eine Runde vor dem offiziellen Rennstart um den Kurs fahren. Die Fahrer bringen dabei ihre Reifen und Bremsen auf Betriebstemperatur. Überholen ist verboten. Kameras überwachen jeden einzelnen Startplatz, um Frühstarts zu erkennen. Diese werden mit einer Drive-Through-Strafe belegt.

Rennen
Ab der Saison 2017 werden pro Wochenende zwei gleich lange Rennen über 55 Minuten plus eine vollständige Runde ausgetragen: eines am Samstag und eines am Sonntag. In beiden Rennen muss ein Pflichtboxenstopp, bei dem alle vier Räder gewechselt werden, absolviert werden. Für beide Rennen werden die Startplätze in einem separaten, 20-minütigen Qualifying ausgefahren. Zusätzlich zu den Qualifyings und Rennen gibt es drei Freie Trainings mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten.

Safety-Car
Das Safety-Car wird eingesetzt, um Rennabbrüche zu vermeiden. Wenn die Anweisung zum Einsatz des Safety-Cars gegeben wird, zeigen alle Streckenposten bis zum Ende des Einsatzes geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild "SC". Überholen ist ab diesem Moment verboten. Das Safety-Car fährt mit eingeschalteten Leuchten auf die Strecke und setzt sich vor das führende Auto. In der Runde, in der das Safety-Car wieder in die Boxengasse eingibt, werden die gelben Blinklichter ausgeschaltet. Vor der Start-/Zielgeraden formiert sich das Feld zum sogenannten Indianapolis-Start. Dabei fährt das Feld in Zweierreihen mit konstanter Geschwindigkeit auf die Startlinie zu. Der Führende (und die in seiner Reihe folgenden ungeraden Positionen) fährt dabei auf der Fahrbahnseite, die in der nach dem Start folgenden ersten Kurve die Innenbahn ist. Sobald der Führende in die Nähe der Startlinie kommt, kann die Rennleitung das Rennen wieder freigeben. Sobald die Lichter der Ampel ausgehen, dürfen die Piloten beschleunigen und überholen.

Slow Zone
Anstelle des Safety Cars kann die Rennleitung bei gefährlichen Situationen auch für bestimmte Sektoren eine Geschwindigkeitsbegrenzung erlassen – die Slow Zone. Die Fahrer werden akustisch über Funk, über eine Anzeige im Cockpit und über Displays am Streckenrand informiert, wenn in einem bestimmten Sektor „Slow Zone” vorgegeben wird. Es gilt dann im ganzen Sektor eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und es darf nicht überholt werden. Die Slow Zone wird dann aufgehoben, wenn die Gefahr beseitigt ist und der letzte Fahrer des Feldes den Sektor durchfahren hat. Die Slow-Zone-Regelung hat gegenüber dem Safety Car den Vorteil, dass das Feld nicht aufschließt und die Abstände der Autos praktisch gleichbleiben. Ein herausgefahrener Vorsprung wird dadurch nicht zunichtegemacht.

DRS
Das Drag Reduction System ermöglicht eine kurzzeitige Erhöhung des Top-Speeds, indem der Luftwiderstand des Heckflügels reduziert wird. Jeder Fahrer darf DRS 36 Mal pro Rennen nutzen, sofern er bei Start/Ziel der betreffenden Runde weniger als eine Sekunde Rückstand zum Vordermann aufweist. Sobald ein Pilot in einer Runde das DRS aktiviert, werden ihm drei Aktivierungen gestrichen. Dies ist auch der Fall, wenn er seine zwei übrigen Aktivierungen dieser Runde gar nicht nutzt. Der Grund ist einfach: Erfahrungsgemäß benötigt ein DTM-Pilot drei DRS-Aktivierungen pro Runde, um an seinen Vordermann heran und an ihm vorbeizufahren. Zum Abwehren dieses Versuches, reicht in der Regel jedoch eine DRS-Aktivierung aus. Auf diese Weise hätte der Verfolger seine zur Verfügung stehenden DRS-Aktivierungen viel schneller verbraucht als sein Vordermann.

Pflichtboxenstopps
Bei beiden Rennen müssen die Fahrer mindestens einmal durch die Boxengasse fahren und dabei alle vier Reifen wechseln. Es gibt keine Zeitfenster für die Boxenstopps, der Fahrer muss selbst entscheiden, wann er den Reifenwechsel vornimmt. Seit der Saison 2017 dürfen beim Boxenstopp maximal acht Mechaniker eines Teams am Auto arbeiten, und es steht pro Fahrzeugseite lediglich ein Schlagschrauber zur Verfügung. Während einer Safety-Car-Phase darf zwar die Box angefahren werden, der vorgeschriebene Stopp ist damit aber nicht erledigt. Das Nachtanken während des Rennens ist aus Sicherheitsgründen verboten.

Tempolimit in der Boxengasse
Während der gesamten Veranstaltung beträgt die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse 60 km/h.

Punktesystem
Für beiden Rennen wird die gleiche Anzahl an Punkten vergeben. Für die Plätze eins bis zehn werden Punkte nach folgendem Schema vergeben: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Zusätzlich gibt es für die drei schnellsten Piloten des Qualifyings Punkte für die Wertung. Der Polesitter erhält drei Punkte, der Zweitplatzierte zwei und der Dritte noch einen Punkt. Es gibt keine zusätzlichen Punkte für die schnellste Runde und keine Streichresultate.

Parc Ferme
Mit dem Absolvieren der ersten fliegenden Runde im Qualifying unterliegen die Fahrzeuge den Parc-Ferme-Bestimmungen. Bis zum Rennstart dürfen keine Änderungen am Fahrzeug vorgenommen werden. Nach dem Rennen unterliegen alle in Wertung befindlichen Fahrzeuge den Parc-Ferme-Bestimmungen. Änderungen am Fahrzeug dürfen nicht vorgenommen werden. Zwischen Rennen eins und Rennen zwei müssen die Mechaniker eine festgelegte Ruhezeit einhalten. Währenddessen bleibt das Fahrzeug abgedeckt. Eine Ausnahme ist nur dann möglich, wenn ein Fahrzeug stark beschädigt wurde und wieder in Stand gesetzt werden muss, um am nächsten Tag starten zu können.

Performance-Gewichte
Seit der Saison 2014 kommen Performance-Gewichte zum Einsatz. Beim Auftakt starten alle DTM-Fahrzeuge mit einem Startgewicht von 1.125 Kilogramm. Abhängig von den Ergebnissen muss ein Pilot maximal 20 Kilogramm zuladen und darf höchstens 15 Kilogramm ausladen. Zwischen Rennen eins und zwei eines Wochenendes kann es eine Gewichtsveränderungen geben. Die Verteilung der Performance-Gewichte wird wie folgt geregelt: Der Sieger eines Rennens und all seine Markenkollegen, die in den Top 10 ins Ziel kommen, müssen fünf Kilogramm mehr montieren. Die Markenkollegen des Siegers, die nicht unter den Top 10 ins Ziel gekommen sind, müssen zusätzlich 2,5 Kilogramm montieren. Für die Fahrzeuge der zweitbesten Marke eines Rennens bleibt das Gewicht unverändert. Die Fahrzeuge der drittbesten Marke eines Rennens, die in den Top 10 ins Ziel gekommen sind, müssen 2,5 Kilogramm weniger montieren. Die Markenkollegen, die nicht in den Top 10 waren, müssen beim nächsten Rennen fünf Kilogramm weniger mitführen. Sind bei einem Rennen alle drei Marken auf den Plätzen eins, zwei und drei vertreten, bleibt die Gewichtsverteilung unverändert.

Reifen
Jeder Fahrer hat für ein gesamtes DTM-Rennwochenende, bestehend aus Freiem Training, Qualifying und Rennen, acht neue Sätze Slick-Reifen des Typs Hankook Ventus zur Verfügung. Die Anzahl der Regenreifen für Training und Rennen ist auf maximal sechs pro Wochenende limitiert. Die Reifen werden den Teilnehmern durch die Technischen Kommissare am Tag des Veranstaltungsbeginns zugelost. Nach dem Freien Training am Samstag muss jeder Fahrer zwei Sätze zurückgeben und mit den verbleibenden sechs Sätzen das restliche Programm absolvieren. Damit soll verhindert werden, dass die Fahrer im Freien Training kaum auf die Strecke fahren, um ihre Reifen aufzusparen.

Startnummern
Die Piloten durften vor der Saison ihre Startnummer frei wählen. Diese behalten sie während ihrer DTM-Karriere. Ausgenommen ist die Nummer 1, die dem Vorjahresmeister zusteht. In der Saison 2017 verzichtet der amtierende Champion Marco Wittmann jedoch auf die 1 und startet stattdessen mit seiner Glücksnummer 11, mit der er 2016 Meister wurde.

Funk
Seit der Saison 2017 gibt es ein Funkverbot, bei dem die Teams währende dem gesamten Rennen nicht mit den Fahrern über Funk sprechen dürfen. Als einziges Kommunikationsmittel ist die Boxentafel erlaubt. Der Fahrer darf zu jeder Zeit Informationen aus dem Auto an seine Box funken. Nur in Ausnahmefällen ist es dem Team gestattet, mit dem Fahrer zu sprechen: beispielsweise während einer Safety-Car-Phase, wenn sich das Auto in der Boxengasse befindet. Sicherheitsrelevante Meldungen, wenn auf der Strecke eine Gelbe Flagge oder eine Slowzone angezeigt wird, sind erlaubt. Teilweise ermöglicht es die 'ARD' den Zuschauern live zu verfolgen, was per Funk besprochen wird. Verboten hingegen ist eine Datenübertragung während der Fahrt.

Unfalldatenschreiber
Alle Fahrzeuge der aktuellen Generation müssen mit einem Unfalldatenschreiber ausgerüstet sein. Die Teilnehmer sind verpflichtet, den Technischen Kommissaren jederzeit das Auslesen der Einheitsdatenschreiber zu ermöglichen.

 

Original Sportliches Reglement

Technisches Reglement

Chassis
Mit dem Kohlefaser-Monocoque ist ein Überrollkäfig aus hochfestem Stahl direkt verbunden.

Fahrwerk
Die DTM-Fahrzeuge verfügen über Einzelradaufhängung vorn und hinten und eine Doppelquerlenker-Aufhängung. Die Gasdruckstoßdämpfer sind einstellbar. Das Fahrwerk wurde auf die Saison 2017 hin komplett überarbeitet und besteht größtenteils aus einheitlichen Bauteilen.

Getriebe
In der DTM ist nur eine einheitliche Getriebe-Differenzial-Einheit zugelassen, die von allen Herstellern genutzt wird.

Kraftübertragung
Alle Fahrzeuge sind heckangetrieben und verfügen über eine 4-Scheiben-CFK-Kupplung und ein sequenzielles 6-Gang-Getriebe.

Motoren
In der DTM sind nur V8-Motoren mit einem Zylinderbankwinkel von 90 Grad, maximal vier Litern Hubraum und maximal vier Ventilen pro Zylinder zugelassen. Das Ansaugsystem muss mit zwei Luftmengenbegrenzern ausgestattet sein, deren Durchmesser auf die Saison 2017 hin von jeweils 28 auf 29 mm erweitert wurden. Es gibt nur einen Ersatzmotor pro Hersteller pro Saison. Dank der vergrößerten Restriktoren leisten die Motoren ab der neuen Saison deutlich über 500 PS.

Kraftstoff
Es darf nur der für die jeweilige Veranstaltung vorgeschriebene Kraftstoff (ARAL Ultimate 102) verwendet werden. Der Tank fasst 118 Liter. Nachtanken während des Rennens ist nicht erlaubt.

Aerodynamik
Die Aerodynamik der neuen DTM-Fahrzeuge wurde verändert, um den Anpressdruck der Rennfahrzeuge zu verringern. Die Geometrie von Frontsplitter, Unterboden und Heckdiffusor wurde vereinheitlicht. Die Bodenfreiheit wurde um fünf Millimeter erhöht, was für die Aerodynamik jedoch einen enormen Effekt hat. Zusätzlich wurde das DRS (Drag Reduction System) neu definiert. Der Heckflügel ist nun starr, auf Knopfdruck wird die obere von zwei Lamellen des Spoilers flachgestellt. Das neue System verfügt damit über einen besseren Wirkungsgrad und erlaubt bei Nutzung einen noch höheren Topspeed, der zu mehr Überholmanövern führen wird. Der Heckflügel geht automatisch in seine Ausgangsposition zurück, wenn der Fahrer vom Gas geht, bremst oder ein bestimmter seitlicher Verzögerungs-Wert überschritten wird. Dadurch kommt der Fahrer nie in eine kritische Situation und es wird verhindert, dass das Fahrzeug durch den geringeren Anpressdruck instabil wird. Das Resultat der aerodynamischen Veränderungen ist ein Handling der Rennfahrzeuge, das die Piloten stärker als bisher fordert.Elektronik
Alle Hersteller, die in der DTM vertreten sind, arbeiten mit einem einheitlichen Motor-Steuergerät der Firma Bosch. Dieses können sie jedoch nach eigenen Vorgaben programmieren. Datenübertragung während der Fahrt ist nicht erlaubt.

Bremsen
Hydraulische Zweikreisbremsanlage, Leichtmetall-Bremssättel, innenbelüftete Kohlefaser-Bremsscheiben vorn und hinten. Die Bremskraftverteilung kann vom Fahrer stufenlos eingestellt werden. Alle drei Hersteller müssen die Kohlefaser-Bremsen, Bremsklötze und Bremssättel des Herstellers AP nutzen. Während einer Saison dürfen pro Fahrzeug jeweils drei Sätze Bremsscheiben für Vorder- und Hinterachse verwendet werden.

Reifen
Die Reifen werden exklusiv von Serienpartner Hankook geliefert und wurden für die Saison 2017 neu entwickelt. An der Vorderachse werden Pneus des Modells "Ventus" der Größe 300/680-18 aufgezogen, an der Hinterachse 320/710-18. Der neue Reifen entwickelt im Vergleich zu seinem Vorgänger mehr Grip, baut in der Folge aber auch stärker ab. Jedem Fahrer stehen acht Sätze Reifen für sämtliche Sessions (Training, Qualifying und Rennen) eines Wochenendes zur Verfügung. Reifenheizdecken sind für die Slicks ab 2017 verboten. Lenkrad
Das Lenkrad kann persönlich angepasst werden. Geschaltet wird über Wippen am Lenkrad. Die Systeme, die über das Lenkrad gesteuert werden können, sind vorgegeben. So etwa die Betätigung des Sprechfunk-Gerätes, der Trinkflüssigkeitspumpe, des Geschwindigkeitsbegrenzers für die Boxengasse, des Wassersprühsystems zur Bremsenkühlung, der Scheibenwischer, des Anlassers sowie die Aktivierung von Leerlauf und Drag-Reduction-System.

Sicherheit
Den DTM-Fahrer umgibt im Cockpit eine innovative Kombination aus Einheitsmonocoque und -käfig. Jedes DTM-Fahrzeug ist zudem mit Crash-Strukturen an beiden Seiten sowie vorn und hinten ausgestattet, die bei einem Aufprall die Energie absorbieren sollen. Bereits seit 2002 ist das Tragen des HANS-Systems (Head-And-Neck-Support) Pflicht. Zudem verfügen die DTM-Boliden über eine abnehmbare Luke im Dach, über die Piloten im Falle eines Unfalls schonend geborgen werden können. Ab der Saison 2017 werden auch die neuen FIA-Standards für die Sicherheitsgurte erfüllt. Der Sicherheitsstandard in der DTM ist weltweit im Tourenwagensport einmalig und unerreicht.

Gewicht
Das Gesamtmindestgewicht eines DTM-Boliden inklusive Fahrer, Rennbekleidung und Helm beträgt 1.115 Kilogramm.

 

 
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