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Walkner nach Platz drei: "Wüste in Peru sehr tückisch"

KTM-Pilot Matthias Walkner hält nach dem zweiten Dakar-Tag den dritten Platz und fühlt sich zu "80 Prozent" in die Rallye hineingekommen - Team lässt frei fahren

(Motorsport-Total.com) - Mit der 267 Kilometer langen Schleife bei Pisco (Peru) begann die Rallye Dakar 2018 so richtig. Die zweite Etappe forderte in allen Klassen die ersten Zwischen- und Unfälle. "In Peru ist die Wüste extrem weich, es gibt viele Canyons und alles schaut irgendwie gleich aus", beschreibt KTM-Werksfahrer Matthias Walkner gegenüber 'Motorsport-Total.com' die Szenerie. "Es ist sehr tückisch mit vielen Abrisskanten. Diese Wüste ist gebührend für eine Dakar-Route."

Matthias Walkner

Matthias Walkner ist nach zwei Etappen der Dakar 2018 bester KTM-Pilot

Auf dem Übersichtsplan sehen die Schleifen durch die Wüste rund um Pisco (Etappe 2) und San Juan de Marcona (Etappe 4) nach einer leichten Aufgabe aus, aber das sind sie beileibe nicht. "Die Etappen in Peru schauen auf dem Papier einfach aus, aber die Tage drei und vier sind sehr schwierig", sagt KTM-Teamchef Alex Doringer. "Tag fünf wird ein Knackpunkt für die Entscheidung und dann die Tage elf und zwölf. Tag fünf hat eine sehr selektive Streckenführung, viele Wegpunkte-Control, die schwierig zu finden sind."

Deshalb könnte schon in der ersten Dakar-Woche die eine oder andere Vorentscheidung fallen. "Es wird bestimmt interessant und schwierig", sagt Doringer über die fünfte Etappe weiter. "Der Sand ist dort auch sehr weich, was Kräfteverschleiß und hohe Motortemperatur bedeutet. Und umso näher man dann zum Ziel kommt, spielen Faktoren wie die Fahrerfitness, das Motorrad und das Team eine Rolle." Auch in diesem Jahr ist die Dakar ein Härtetest für Mensch und Maschine.

Zu 80 Prozent im Rhythmus

Matthias Walkner

Matthias Walkner: Folgt nach Platz zwei im Vorjahr nun der Gesamtsieg?

Und wie ist Walkner in die Rallye gestartet? Nach dem zweiten Tag liegt der Österreicher auf dem dritten Platz des Gesamtklassements. "Ich würde sagen, dass ich zu 80 Prozent drin bin. Heute habe ich gemerkt, dass ich mich noch mehr auf die Navigation konzentrieren muss, weil es viele Spuren gab." Die Autos starteten diesmal vor den Motorrädern in die Schleife um Pisco. Für die 267 Kilometer benötigten die besten Biker knapp drei Stunden.

Trotz dieser "kurzen" Distanz war es kein Zuckerschlecken. "Zum Rennfahren macht es nicht so viel Spaß, weil es gescheite Abrisskanten gibt und sich heute schon einige zerstört haben", sagt Walkner. "Ich hoffe, dass ich die nächsten zwei, drei Tage gut überstehe. Für ein, zwei Stunden war es aber schon lässig zum Fahren." Zu viel Risiko ging der Zweite des Vorjahres nicht ein, "weil man nicht viel gewinnen kann", so Walkner.

KTM ist nach den ersten beiden Etappen mit allen drei Topfahrern in den Top 10. Hinter dem Salzburger folgt Vorjahressieger Sam Sunderland auf dem vierten Platz. Pablo Quintanilla ist mit der baugleichen Husqvarna Fünfter. Toby Price, der Sieger von 2016, hält Rang zehn. Honda-Speerspitze Joan Barreda-Bort liegt an der Spitze des Gesamtklassements. Und auch Adrien van Beveren (Yamaha) ließ am Sonntag mit der zweitschnellsten Zeit aufhorchen.

KTM lässt Topstars frei fahren

"Barreda ist seit fünf Jahren ein Mitfavorit", sagt Walkner zur Konkurrenz. "Ich weiß nicht, ob er sich unter Wert geschlagen hat, aber er hatte immer irgendein Malheur. Ich schätze, Sam Sunderland wird besonders heiß sein. Von Honda ist es am ehesten Barreda, wobei Benavides nicht zu unterschätzen ist und auch van Beveren stark aussieht. Es können sieben, acht Fahrer gewinnen." Auch Walkner zählt sich zum Kreis der Favoriten: "Das würde ich schon sagen, ja!"

Das KTM-Aufgebot für die Rallye Dakar 2018

Das ist das Aufgebot von KTM für die Rallye Dakar 2018 in Peru, Bolivien, Argentinien

Sollte wieder ein KTM-Fahrer den Gesamtsieg holen, dann würde die österreichische Marke ihre unglaubliche Erfolgsserie, die seit 2001 andauert, ausbauen. Mit Sunderland, Price und Walkner hat KTM drei heiße Eisen im Feuer. "Es wird viel über Taktik geredet und jedes Team hat seine eigenen Ideen", meint Teamchef Doringer. "Wir lassen unsere Fahrer vom Start weg natürlich frei fahren. Ich bin jemand, der lieber unterstützt, als jemanden einbremst."

Doringer stellt das Teamwork an die erste Stelle. "Alleine ist man zwar schneller, aber gemeinsam kommt man weiter. Und das ist bei der Dakar ein ganz wichtiger Punkt. Man kann es nur gemeinsam schaffen. Unsere Jungs verstehen sich gut und wir werden Tag für Tag Entscheidungen treffen, die für alle passen. Für uns ist nicht wichtig, welcher Fahrer vorne ist. Jeder erhält die gleiche Unterstützung. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir mehrere gute Fahrer haben. Man darf auch nicht auf der Husqvarna-Seite Pablo vergessen, der sich mit dem neuen Motorrad den WM-Titel gesichert hat."

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