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Peterhansel: Warum die "Alten" bei der Dakar so gut sind

Erfahrung ist Trumpf: Rekordsieger Stephane Peterhansel erklärt, warum sich junge Fahrer bei der Rallye Dakar gegen die Routiniers so schwer tun

(Motorsport-Total.com) - In den vergangenen Jahren hat im internationalen Motorsport ein regelrechter Jugendwahn eingesetzt. Max Verstappen gewann mit 18 Jahren sein erstes Formel-1-Rennen, Pascal Wehrlein wurde einen Tag bevor er 21 Jahre alt wurde DTM-Champion, und das Rallye-Talent Kalle Rovanperä wurde schon mit 16 Jahren von WRC-Werksteams umworben. Nur eine Kategorie entzieht sich dieser Entwicklung: Die Rallye Dakar.

Stephane Peterhansel

Stephane Peterhansel hat auch mit 52 Jahren noch Lust auf die Dakar

Dort triumphierte 2017 zum 13. Mal Stephane Peterhansel, und das im Alter von 51 Jahren. Der jüngste Gesamtsieger der letzten 20 Jahre war bei der Marathon-Rallye Giniel de Villiers, der bei seinem Triumph im Jahre 2009 aber auch schon 36 Jahre auf dem Buckel hatte. Doch weshalb setzt sich bei der Dakar immer noch Erfahrung gegen jugendlichen Elan durch?

"Man braucht ein bisschen Weisheit und Abgeklärtheit und darf nicht so schnell aus der Ruhe kommen. Das fällt jungen Leuten schwer", lacht Peterhansel im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. "Marathon-Rallyes sind immer noch ein Sport, bei dem man eine Menge Erfahrung braucht. Die Youngster sind zwar schnell, aber ihnen fehlen die richtigen Reflexe oder sie können Situationen nicht richtig analysieren."

Diese Erfahrung musst in den vergangenen Jahren auch Peterhansels Peugeot-Teamkollege Sebastien Loeb machen. Der neunmalige Rallye-Weltmeister war bei der Dakar zwar auf Anhieb schnell unterwegs, schaffte es bisher aber noch nicht ohne größer Zwischenfälle ins Ziel.

"Manchmal muss man sich damit abfinden, dass man Zeit verlieren muss, wenn man ins Ziel eine Etappe kommen will. Wenn man das nicht tut und irgendwelchen Mist machen, fällt man aus", sagt Peterhansel. "Das meine ich mit Weisheit."

Dank dieser Weisheit ist Peterhansel auch mit über 50 Jahren immer noch konkurrenzfähig und daher weit davon entfernt, den Helm an den Nagel zu hängen. "Motivation? Diese Frage stelle ich mir selbst gar nicht", versichert er. "Der Rennsport war immer meine Leidenschaft und hat mir immer Spaß gemacht."

"Vor allem wenn man das Vergnügen hat, mit einem Auto wie dem Peugeot 3008 DKR zu fahren. Der fährt sich einfach unglaublich. Man hat jede Menge Fahrspaß und weiß bei jedem Rennen, dass man um den Sieg kämpfen kann. Das ist alles, was ich brauche, um motiviert zu sein", so Peterhansel. "Ich will Spaß haben und liebe den Adrenalin-Ausstoß."

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