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Dakar-Kolumne: Endlich geht das Abenteuer los!

Vorbereitungen abgeschlossen, Rallye Dakar gestartet - 'Motorsport-Total.com'-Redakteur Gerald Dirnbeck mit den ersten Eindrücken aus der Wüste

Liebe Abenteuer-Freunde,

Der Zielbereich der ersten Etappe der 40. Rallye Dakar

Pisco in Peru: Der Zielbereich der ersten Etappe der 40. Rallye Dakar

die vergangenen Tage verliefen in Lima ziemlich hektisch, denn die letzten Vorbereitungen für die Rallye Dakar wurden getroffen. Seit Silvester reisten die Teams, Fahrer, Mechaniker, Betreuer, Journalisten und so weiter aus allen Teilen der Welt nach Peru. Das gesamte Material (die Fahrzeuge, Motorräder, die LKWs mit Ersatzteilen und zahlreiche Motorhomes sowie andere Begleitfahrzeuge) wurden schon im November von Europa aus nach Peru verschifft. Nun galt es für die Teams, alles vom Frachthafen abzuholen. Hoffentlich hat niemand etwas daheim vergessen!

In Lima ist die Rallye seit Tagen allgegenwärtig. Überall sieht man Fahrzeuge mit den Dakar-Aufklebern herumfahren. Die Stadt pulsiert, aber das würde sie wohl auch ohne der Großveranstaltung. So ein Verkehrschaos habe ich selten miterlebt. In Spanien und Italien geht es dagegen gesittet zu. Nur in Indien soll es auf den Straßen vergleichbar "crazy" zugehen. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich die Fahrt vom Flughafen miterlebt habe. Aber mein Fahrer steuerte geschickt zwischen Autos hindurch und ich wunderte mich trotz der vielen Beulen in all den Autos, dass der Verkehr doch sehr flüssig läuft.

Lima ist die einzige südamerikanische Hauptstadt direkt am Pazifik

Lima ist die einzige südamerikanische Hauptstadt direkt am Pazifik

Lima ist mit seinen über neun Millionen Einwohnern eine Stadt der Gegensätze. Als einzige südamerikanische Hauptstadt liegt sie direkt am Pazifik, an dessen Küste sich ein Highway entlangschlängelt. Die Stadt selbst - zumindest ein Teil davon - thront darüber auf einem meterhohen Felsplateau. Entlang des Pazifik erheben sich hohe, moderne Gebäude. Die Einkaufszeilen sind mit den internationalen Handels- und Modeketten bestückt. Hier tummeln sich auch die Touristen, viele kommen aus den USA oder Asien. Man sagt, dass Lima auch aus gastronomischer Sicht das Zentrum Lateinamerikas ist.

Eines fällt beim Stadtspaziergang sofort auf: die Menschen sind freundlich, nett und hilfsbereit. Vielleicht haben sie sich vom Dakar-Fieber anstecken lassen, denn allen Beteiligten ist anzusehen, dass sie endlich auf den Start brennen. Und die Veranstalter haben sich eine Menge einfallen lassen. Mehrere Tage lang gab es prächtige Stimmung im "Dakar-Village". Die Fans konnten die Fahrzeuge und die Topstars wie Stephane Peterhansel, Nasser Al-Attiyah, Mikko Hirvonen, Sam Sunderland und Co. hautnah erleben. Vor allem die zahlreichen peruanischen Starter standen im Fokus der Fans.

Die technische Abnahme ist bei 337 Fahrzeugen ein großer Aufwand

Die technische Abnahme ist bei 337 Fahrzeugen ein großer Aufwand

Währenddessen ging auf der Militärbasis Las Palmas die technische Abnahme über die Bühne. Dort sieht man zum ersten Mal, wie groß die Dakar eigentlich ist. 525 registrierte Teilnehmer in 337 Fahrzeugen ist schon ein großes Stück. Deshalb wurde die technische Abnahme auf zwei Tage aufgeteilt und jede Kategorie hatte einen eigenen Flugzeug-Hangar dafür! Auch das ganze Personal inklusive der Journalisten mussten noch mehrere Checks durchlaufen, bevor man das Okay und seinen Umhänger mit Zugangsberechtigung erhielt. Die Dakar ist viel größer als jede andere Motorsportveranstaltung.

Vor Augen geführt wird einem das auch, wenn man zum ersten Mal ins Biwak kommt (mehr zum Leben im Biwak in den nächsten Tagen). In der Nähe der Stadt Pisco wurde irgendwo mitten in der Wüste eine riesige Zeltstadt aufgebaut. Diese ist die Basis für die ersten beiden Etappen. Alle schlagen hier ihre Zelte beziehungsweise Wohnmobile auf - von Peterhansel bis zu den Köchen. Sportlich gesehen sollte man den ersten Tagen in Peru noch keine große Bedeutung beimessen. Im Laufe der 39 Ausgaben hat noch niemand, der den ersten Tagessieg für sich verbuchen konnte, am Ende auch den Gesamtsieg gefeiert.

Mitten in der Wüste wurde das erste Zeltlager aufgeschlagen

Mitten in der Wüste wurde das erste Zeltlager aufgeschlagen

Deshalb sind die ersten Etappen in Peru mehr ein Aufwärmtraining. Es wird komplett offroad gefahren, die Navigation ist gefragt. Teilweise geht es auch durch trockene Canyons, in denen die Fahrer ihre Reflexe aufwecken können. Es gilt, so gut es geht ohne Probleme in die Rallye zu kommen und einen ersten Rhythmus zu finden. Außerdem soll Pisco auch der Ursprung eines berühmten, traditionellen peruanischen Getränks sein: der "Pisco". Nun muss ich los und einen suchen, denn in der Wüste ist es verdammt heiß!

Gerald Dirnbeck

Ihr,

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