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GTE-Kundenautos 2018: Porsche hat alle 911 RSR verkauft

09. Oktober 2017 - 08:08 Uhr

Porsche kann die Nachfrage von Kunden nach dem aktuellen 911 RSR kaum befriedigen: Vier bis sechs Autos verkauft - Ford denkt über Kundenprogramm nach

Michael Christensen, Kevin Estre
Die GTE-Autos sind von Kunden begehrt: Nachfrage kann kaum befriedigt werden
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Während die LMP1-Klasse schwächelt, wird die GTE-Kategorie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) immer stärker. Die aktuellen Hersteller Ford, Ferrari, Porsche und Aston Martin bekommen in der "Super-Saison" 2018/19 neue Konkurrenz von BMW. Die Münchener werden mit dem brandneuen M8 GTE in die Szene zurückkehren. Gleichzeitig wird voraussichtlich im kommenden Jahr auch die Amateurklasse wieder mehr Fahrzeuge bieten.

Vor allem bei Porsche war die Nachfrage nach dem 911 RSR sehr groß. "So etwas haben wir noch nie erlebt", sagt Motorsportchef Frank-Steffen Walliser. Die Zuffenhausener hätten erheblich mehr Fahrzeuge verkaufen können als die Produktionsmöglichkeiten dies zulassen. Nach aktuellem Stand wird Porsche vier bis sechs RSR abgeben. Erster Kunde dürfte Proton-Teambesitzer Christian Ried sein. Der 38-Jährige will angeblich vier Autos für den Einsatz in WEC und ELMS bekommen.

Neben Gulf-Porsche-Financier Michael Wainwright und mehreren Interessenten aus Asien gibt es offenbar auch aus Deutschland eine weitere Anfrage für den 911 RSR. Angeblich plant das langjährige Porsche-Supercup- und -Carrera-Cup-Team Project1 (ehemals tolimit) mit Unterstützung der Deutschen Post eine Ausweitung der Aktivitäten auf die Langstrecke. 2018 will man womöglich in der ELMS erste Erfahrungen sammeln, um später in die WEC zu wechseln.

Aston Martin wird 2018 den neuen Vantage für den Einsatz in der Pro-Kategorie bringen. Die Briten sind derzeit in Verhandlungen mit ACO und FIA. Man wünscht sich die Möglichkeit, das neue Fahrzeug auch gleich in Kundenhand (Paul Dalla Lana) zu geben. Eigentlich dürfen in der Amateurklasse nur GTE-Fahrzeuge fahren, deren Homologation aus dem Vorjahr stammt. Die große Lust der Kunden auf GTE-Autos könnte womöglich Ford auch zum Teil befriedigen.

Die Amerikaner diskutieren derzeit den Plan, die aktuell eingesetzten Autos durch neue abzulösen und die "Altwagen" zum Verkauf anzubieten. "Ich habe einige Teams, die mit unserem Auto einige Rennen fahren wollen", wird Multimatic-Projektleiter Larry Holt von 'sportscar265.com' zitiert. Die Chip-Ganassi-Mannschaft hat in WEC und IMSA jeweils ein Ersatzauto zur Verfügung, somit stünden sechs GTs bereit. "Ob wir gleichzeitig ein Update für die Werksautos bringen, ist unklar", sagt Holt. "Wenn wir das tun, wären es Updates bei der Aero. Aber da sind wir jetzt schon so stark, dass man uns über den Motor einbremst."

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