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Jetzt ist Schluss: Der letzte Land Rover Defender rollte vom Band

Nach 68 Jahren endet die Ära eines der legendärsten Automobile der Welt - Die beim letzten Land Rover Defender verwendete Verdeckklemme gibt es bereits seit 1948

Der letzte Land Rover Defender aus Solihull
Der letzte Land Rover Defender aus Solihull
© Auto-Medienportal.Net/Land Rover

(Motorsport-Total.com/Auto-Medienportal) - Der letzte Land Rover Defender hat die Werkshallen im britischen Solihull verlassen. Damit endet nach 68 Jahren die Ära eines der legendärsten Automobile der Welt. Das letzte Exemplar ist ein Defender 90 Soft Top in der Sonderausstattung Heritage. Die dabei immer noch verwendete Verdeckklemme gehörte bereits 1948 zur Ausstattung seines Urahnen. Und auch das letzte Modell wurde konstruktionsbedingt immer noch weitgehend in Handarbeit hergestellt.

Zur Feier des Tages hatte das Unternehmen über 700 ehemalige und aktuelle Mitarbeiter zu einer Feierstunde in sein Stammwerk in der Nähe von Birmingham eingeladen. Sie sahen unter anderem die Parade zahlreicher bedeutender Modelle aus der Historie der Baureihe. Land Rover kündigte gleichzeitig den Start der Online-Plattform "Defender Journeys" sowie eines neuen "Heritage"-Restaurierungsprogramms für klassische Land-Rover-Modelle in Solihull an.

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Nach dem Schlussakkord für die automobile Legende lädt Land Rover lädt Fans und Besitzer aus aller Welt ein, die schönsten und denkwürdigsten Momente mit einem Land Rover der Serien I bis III oder einem Defender, wie der Klassiker seit 1990 heißt, zu teilen. Die britische Marke startete dafür in Kürze unter die neue Online-Plattform "Defender Journeys". In diesem digitalen Sammelalbum sollen die Fans ihre spannendsten Abenteuer mit dem Allradklassiker zusammentragen und zu teilen. Unter der Adresse http://defendertour.landrover.com können die Fans ab sofort außerdem eine virtuelle 360-Grad-Werksbesichtigung zur Fertigung des Klassikers unternehmen.

Die zweite Generation besaß erstmals einen Dieselmotor

Über zwei Millionen Einheiten des Defender und seiner Vorfahren sind seit 1948 im britischen Solihull von den Bändern gerollt. Darüber hinaus wurde das Modell in 45 verschiedenen Fabriken rund um den Globus montiert. Dazu kommen noch Lizenzbauten. Es begann mit einer einfachen Umrisszeichnung im Sand - und entwickelte sich zu einem der legendärsten 4x4-Modelle der Welt.

Der letzte Land Rover Defender aus Solihull
Der letzte Land Rover Defender aus Solihull
© Auto-Medienportal.Net/Land Rover

Nach dem Debüt am 30. April 1948 auf der Autoshow in Amsterdam wurde im Sommer des Jahres die Produktion aufgenommen. Das Fahrzeug, das wegen des Stahlmangels nach dem Krieg vorwiegend aus Aluminium bestand, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte vom Auto für Farmer zum Vielzweck-Fahrzeug für fast jeden nur erdenklichen Zweck. z

Laufende Verbesserungen des Ursprungsmodells folgten, ehe 1958 die Serie II erschien. Neben einem neuen Design besaß die zweite Generation auch erstmals einen Dieselmotor, der noch bis Mitte der 1980er-Jahre treu seine Dienste verrichtete. 1966 war die Marke von einer halben Million produzierter Fahrzeuge überschritten, 1971 erreichte die Jahresproduktion mit 56.000 Einheiten einen historischen Höchststand. Die Serie III konsolidierte in den 70er-Jahren dauerhaft die guten Verkaufszahlen.

Die Geburt des Discovery änderte einiges

Produktion des Land Rover Defender in Solihull (2015)
Produktion des Land Rover Defender in Solihull (2015)
© Auto-Medienportal.Net/James Arbuckle

Eine Zäsur gab es Anfang der 90er, denn 1990 bekam der Land Rover den Namen Defender, nachdem er zuvor allein durch Radstand und Seriennummer klassifiziert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Modellprogramm nur aus Land Rover und dem SUV Range Rover bestanden - die Geburt des Discovery machte eine weitere Differenzierung notwendig, tat der Beliebtheit jedoch keinen Abbruch.

Von allen jemals gebauten Land Rover (Defender) sollen noch 66 Prozent im Einsatz sein. Noch nicht ganz vom Tisch ist die Überlegung, die Produktion des Defender noch einmal in einer fernen Region wieder aufleben zu lassen. Mit dem Nachfolger will sich Land Rover ebenfalls noch ein wenig Zeit lassen.

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