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Detroit 2013: Die deutschen Hersteller dominieren das Bild

"Die deutschen Hersteller dominieren das Bild auf der North American Auto Show (NAIAS) in Detroit", verkündet das US-Frühstücksfernsehen heute, am Montagmorgen.

VW in Detroit
© Auto-Medienportal.Net/Tim Westermann

(Motorsport-Total.com/Auto-Medienportal) - "Die deutschen Hersteller dominieren das Bild auf der North American Auto Show (NAIAS) in Detroit", verkündet das US-Frühstücksfernsehen am Morgen. Das wundert wenig, denn die US-amerikanische Automobilindustrie ist nur dank großer Rettungsfonds seitens der Regierung noch im Geschäft. Die Ausstellungsflächen in der Cobo Hall geben ein deutliches Abbild der Lage des wichtigen Automobilmarktes USA.

"Wer weltweit die Nummer eins werden will, muss auf einem wichtigen Markt wie den USA Volumen haben. Im Jahr 2012 wollen wir hier eine halbe Millionen Fahrzeuge verkaufen", formulierte Konzernchef Martin Winterkorn vor genau einem Jahr knapp. Und er hat Recht behalten. Auf der Pressekonferenz am Vorabend der Messe verkündete Winterkorn stolz den Absatz von 596.100 Fahrzeugen in den USA während des vergangenen Geschäftsjahres.

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Volkswagen hat sein US-Geschäft in den vergangenen Jahren nachhaltig aufgebaut und im Mai 2011 mit dem Produktionsstart des neuen Werkes in Chattanooga gekrönt. Hier läuft der US-Passat vom Band. Er setzt den Absatz von Toyotas Camry unter Druck und steht vor allem für "german engineering" - ein absolutes Verkaufsargument für amerikanische Kunden.

In Zeiten von Umweltdiskussionen und hohen Kraftstoffpreisen zeigt Europas größter Automobilhersteller passende Modelle und Technologien in Detroit. So auch den Jetta Hybrid. Diese umweltschonende Limousine ist für viele Kunden in Nordamerika interessant. Denn zum einen haben Limousinen in den USA die einst begehrten SUV als beliebteste Fahrzeuge abgelöst. Zum anderen spielen Themen wie Benzinverbrauch und emissionsarmes Auto fahren mehr denn je eine große Rolle.

Einzig im kompakten SUV-Bereich ist Volkswagen in den USA noch zu wenig aktiv. Volkswagen erhofft sich daher den Erfolg für einen Mid Size SUV. Entwicklungschef Ulrich Hackenberg enthüllte den "Cross Blue" auf dem Messestand in der Cobo Hall.

"Mit dieser Studie wollen wir die Reaktionen des Publikums testen", erklärt Hackenberg. Sollte dieses Modell tatsächlich gebaut werden "dann in einem Dollarähnlichen Markt", gab Konzernchef Winterkorn zu Protokoll.

Gross, funktional und dennoch nicht überdimensioniert. Die Volkswagen-Designer unter Klaus Bischoff haben dieser Studie mit ihren markanten Linien aber ein bulliges Äußeres verliehen. Der mögliche Verbrauch: "2,64 Liter auf 100 Kilometer", bestätigt Volkswagens Entwicklungschef Ulrich Hackenberg.

Die US-Hersteller scheinen einmal mehr den radikalen Wandel im Automobilgeschäft verschlafen zu haben. Es sind nicht mehr die Big-Three - wie die US-Hersteller General Motors, Chrysler und Ford genannt werden - die am Erie See den Ton angeben. Klobige Pickups, spritfressende Big-Block Motoren der US-amerikanischen Produzenten stehen längst nicht mehr populär in der Gunst der Kundschaft.

Kompaktautos und Limousinen liegen im Trend. In diesem Terrain sind Marken wie Volkswagen Platzhirsch. Nicht zuletzt auch wegen des neuen Werkes in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Durch die Investitionen dort erlebt der "Volunteer-State" Tennessee derzeit einen Boom wie nie zuvor. Mehr als 3.000 Arbeitsplätze sind dort durch Volkswagen entstanden. In der Zulieferindustrie gar noch mehr.

In Detroit zeigen die deutschen Hersteller Technik, Fortschritt und vor allen Dingen Erfolg: 9.07 Millionen Fahrzeuge hat der Volkswagen Konzern im Jahr 2012 verkauft. Das ist Konzernrekord und zugleich ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum weltweit führenden Automobilhersteller.

Sechs Stunden im Lärm und Lichterglanz der North American Auto-Show im Cobo-Center von Detroit reichen - täuschen jedoch nicht über das traurige Schicksal dieser einstigen Automobilhochburg hinweg. Die zerklüftete Ruinenlandschaft trägt die Züge einer Gruselshow.

Die Holzhäuser der Arbeitersiedlungen faulen mit eingedrückten Dächern vor sich hin. Verwilderte Vorgärten, ausgebrannte Garagen und aus vielen Fenstern flattern zerfetzte Gardinen. Wildtiere erobern die Stadt zurück, wie die "Detroit Free Press" berichtet. In ungenutzten Fabrikhallen am Stadtrand heulen Kojoten und Präriehunde.

Detroits Vergangenheit schimmert deutlich glorreicher als die Gegenwart. Die Stadt wurde 1701 vom französischen Kapitän Antoine Cadillac als Fort gegen die Huronen-Indianer gegründet und erlebte nach 1900 die furiose Wucht der Industrialisierung.

Motorbarone wie Henry Ford, Studebaker, Hudson oder auch die Dodge-Brüder ließen gigantische Automobilfabriken bauen. Oldsmobile, Buick, Packard, Pontiac, Chevrolet, Cadillac - alles Autos aus Detroit. Diese Marken stehen heute mit dem Rücken zur Wand, kämpfen ums Überleben. Die Absatzschwäche bei Ford, General Motors und Chrysler läuteten eben jene Jahre des Verfalls ein.

Volkswagen ist mehr denn je gestärkt im wichtigen US-Markt und auch global gewappnet für die anstehenden Herausforderungen. "Dabei gehen wir davon aus, daß das Wachstum weiter außerhalb Europas stattfinden wird", fügt Christian Klingler, Vorstand für Vertrieb und Marketing in Detroit am Rand der Autoshow an.

"Aber wir dürfen nicht übermütig werden. 2013 wird ein entscheidendes Jahr", mahnt Konzernchef Winterkorn und verbreitet gleichzeitig Zuversicht für die Belegschaften: "Wir sind nicht unzuversichtlich und bauen derzeit keine Kapazitäten ab. Volkswagen ist den Herausforderungen gewachsen."

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