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Mercedes-Benz 300d Cabriolet: Respekt vor dem Alter

Der Mercedes-Benz 300d Cabriolet gilt als geheimnisvoller Oldtimer, dem es Respekt zu zollen gilt

Mercedes-Benz 300 Cabriolet
Die Seitenansicht des grauen Riesen zeigt den dekorativen, gewaltigen Chrombügel
© Auto-Medienportal.Net

(Motorsport-Total.com/Auto-Medienportal) - Sonst nähern wir uns einem Auto mit professioneller Neugier und eher mit kritischer Distanz. Wie anders das Gefühl, wenn man sich einem Oldtimer nähert und dessen Zündschlüssel schon in der Hand hat. Die Neugier bleibt, als wir uns dem Mercedes-Benz 300 Cabriolet aus dem Jahr 1960 nähern, aber das Professionelle hat noch nicht die Oberhand gewonnen. An die Stelle der kritischen Distanz tritt Respekt vor diesem automobilen Denkmal und die besorgte Frage, ob man ihn unbeschädigt wieder an die Oldtimer-Experten von Daimler zurückgeben wird.

Viel wissen wir nicht über den grauen Riesen, das viertürige Cabriolet mit den dekorativen, gewaltigen Chrombügeln an den Seiten. Die Unterlagen sagen, es sei ein Mercedes-Benz 300d Cabriolet mit Drei-Gang-Automatik. Wir fanden aber eine Vier-Gang-Lenkradschaltung vor. Und dem Fahrverhalten nach würden wir ihm auch nicht mehr als die 85 kW / 115 PS und die 195 Newtonmeter maximales Drehmoment der schwächsten Motor-Version des 1,8-Tonners zutrauen. Der Papierform nach soll der als Neuwagen in 18 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und 160 km/h erreicht haben.

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Von Brooklands, dem Gelände, auf dem 1907 die erste Automobilrennstrecke der Welt entstanden war, wollten wir zum Goodwood-Festival of Speed fahren: etwas mehr als 20 Kilometer, fast alles schmale Landstraßen und natürlich Linksverkehr. Auf rotem Leder nahmen wir Platz, schalteten die Zündung ein und starteten per Druck auf den kleinen verchromten Starterknopf in der Armaturentafel aus massivem Holz.

Seitenführung bieten diese Sitze nicht, brauchen sie auch nicht, denn hohe Kurvengeschwindigkeiten waren damals nicht das Ziel, und heute werden wir sie uns erst recht verkneifen. Wir hatten schon genug zu tun mit dem Schalten. Die sanften Hügel Englands zwangen uns sogar bis in den zweiten Gang. Auf dem kurzen Abschnitt auf der Autobahn wagten wir es, die 100-km/h-Marke zu durchbrechen.

Mehr wollten wir dem Motor nicht zumuten, nach mehr als 50 Jahren. Außerdem ermahnte uns die Lenkung stets zur Zurückhaltung. Das Spiel der Lenkung war so groß, dass ständig zum Korrigieren gezwungen waren. So viele Jahre bleiben eben nicht ohne Folgen, so viele Kilometer mit einem Oldtimer auch nicht. Der Abschied fiel uns schwer. Und bei der ersten Tour mit einem modernen Auto fielen die Lenkkorrekturen deutlich zu groß aus.

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