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Mark Webber: Alonso kann sich mit Le Mans Zeit lassen

Für die "Triple Crown" fehlt Fernando Alonso nicht nur ein Sieg beim Indy 500, sondern auch in Le Mans - Mark Webber glaubt: "Dafür hat er noch zehn Jahre Zeit"

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Sieg bei seinem Indy-500-Debüt hat es für Fernando Alonso nicht geklappt. Einmal mehr machte dem Spanier die Technik einen Strich durch die Rechnung, als sein Honda-Motor in der 180. von 200 Runden in Rauch aufging. Dabei lag Alonso auf einem aussichtsreichen siebten Platz mit der Chance auf einen Podestplatz oder vielleicht sogar den Sieg. Dennoch gab der Formel-1-Pilot zu Blut geleckt zu haben und 2018 gern wiederkommen zu wollen.

Mark Webber

Mark Webber rät Fernando Alonso beim "Triple Crown"-Vorhaben zu Geduld Zoom

Um die sogenannte "Triple Crown" zu holen, wird er das auch müssen. Schließlich ist es sein erklärtes Ziel, neben dem Grand Prix von Monaco auch die 500 Meilen von Indianapolis und die 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen. In Monaco, wo Alonso diesmal für den Indy-Klassiker pausierte, war er bereits zweimal siegreich: 2006 mit Renault und 2007 mit McLaren. Ein Triumph beim Indy 500 steht weiterhin aus - genauso wie eine Teilnahme in Le Mans.

Alonsos ehemaliger Formel-1-Kollege Mark Webber, der selbst im Jahr 1998 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans debütierte, weiß: "Wann Fernando in Le Mans angreifen wird, hängt von seinen Ergebnissen beim Indy 500 ab." Webber glaubt, dass der Spanier erst das womöglich schwierigere Indy 500 abhaken wolle, um dann Le Mans in Angriff zu nehmen. "Man kann nicht Formel 1, Indy 500 und Le Mans in einem Jahr machen. Das geht nicht", sagt er.


Fotostrecke: Formel-1-Stars beim Indianapolis 500

Doch Webber sieht keine Eile. Für die 24 Stunden habe Alonso noch Zeit: "Bestimmt zehn Jahre noch - ganz easy", meint der Australier, der seine Rennfahrerkarriere Ende 2016 ad acta legte. "Er will erst einmal an Indy einen Haken machen, dann geht es nach Le Mans. Und auch dort kann es Jahre dauern, bis man es gewinnt. Manche haben Glück und sofort Erfolg, wie Alex Rossi in Indy oder unser Porsche mit der Startnummer 19 im Jahr 2015."

So etwas passiere allerdings "alle 20 Jahre mal". Webber selbst biss sich an Le Mans die Zähne aus: "Ich habe es viele Male probiert, habe alles gegeben, aber Le Mans hat mich nicht gewinnen lassen. Auch so kann es laufen. Da sieht man dann Tom Kristensen und denkt sich, dass es unglaublich ist, was er in Le Mans geschafft hat." Kristensen ist mit insgesamt neun Siegen (1997, 2000-05, 2008, 2013) der bis heute erfolgreichste Fahrer beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans.

"Man stelle sich nur vor, ich hätte Le Mans gewonnen. Dann wäre ich aber unter Druck geraten, doch beim Indy 500 zu fahren. Dann hätte ich ja schon zwei von drei Erfolgen für die Triple-Crown im Sack gehabt", scherzt Webber. Der einzige Fahrer, dem der Dreifacherfolg bisher gelang, ist die britische Rennsportlegende Graham Hill. Dass Alonso das Potenzial hat, dessen Nachfolge anzutreten, steht für Webber außer Frage: "Kann er beides gewinnen? Ja!"

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