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Audi-Kundenmotor in der LMP1? "Noch nicht geplant"

Rebellion wird doch keine Audi-DTM-Motoren im LMP1-Fahrzeug für 2018/19 verbauen - Ingolstädter erklären: "Vielleicht irgendwann einmal, aber jetzt nicht"

(Motorsport-Total.com) - Die LMP1-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) erfährt nach dem Abschied des Porsche-Werksteams auf privater Seite einigen Zuwachs. SMP bringt zwei neue Dallara-BR1 mit AER-Turbomotoren, DragonSpeed setzt auf das gleiche Chassis mit einem Gibson-Motor, ByKolles bleibt beim CLM P1/01 mit Nissan-Aggregat und Manor setzt einen Ginetta ein, vermutlich wird man den neuen LMP1-Motor von Mecachrome verwenden.

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Audi bietet vorerst keine Kundentriebwerke für die LMP1-Privatteams an Zoom

Bei Rebellion geht man den Weg, der sich zuvor schon in der höchsten Prototypen-Klasse bewährt hatte. Das Chassis wird von Oreca entwickelt und gebaut. Von den AER-Antrieben hat man nach schlechten Erfahrungen aus den Jahren 2015 und 2016 die Nase voll, auch vom neuen Judd-Motor will man nicht viel wissen. Die Schweizer werden nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' die Antriebe von Gibson verwenden. Ursprünglich hatte man über den Einsatz eines Audi-DTM-Motors nachgedacht.

Die Vierliter-V8-Saugmotoren wären beim britischen Tuner Neil Brown Engineering (NBE) zu haben, aber Audi hat offenbar nur wenig Interesse daran, das Aggregat im LMP1-Einsatz zu sehen. "Es gibt keinerlei Pläne für einen LMP1-Motor", so der langjährige Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich, der am heutigen Silverster-Tag in die Rente gehen wird. "Wenn man so etwas machen wollte, dann müsste man dafür entsprechende Strukturen haben."

Der Audi-DTM-V8 stand schon einmal auf der Wunschliste von ByKolles, aber bei jenem ausgereiften und standfesten Aggregat gibt es eine Besonderheit. "Der Motor dreht sozusagen falsch herum", erklärt ByKolles-Einsatzleiter Boris Bermes. "Man müsste einige Anpassungen vornehmen, unter anderem eine veränderte Kupplung verbauen." Ob darunter womöglich die Zuverlässigkeit leiden könnte, ist unklar. In der DTM wird der Motor mit rund 500 PS Leistung betrieben, in der LMP1 wäre einiges mehr gefordert.

Ohnehin würde Audi das LMP1-Geschäfts ungern einem Tuner überlassen. "Wenn Audi einen solchen Motor entwickeln wollte, dann bräuchte man dafür eine entsprechende Mannschaft von Leuten. Außerdem macht es keinen Sinn, so etwas nur für einen Kunden zu machen", sagt Ullrich. "Damit ein Businesscase daraus wird, braucht man aber fünf bis sechs Autos, die den Motor bekommen sollen. Nur dann läuft so etwas sauber, Vielleicht wird das in Zukunft irgendwann mal kommen, aber jetzt jedenfalls nicht."

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